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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 5 · p. Seite 577

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 5
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1906-01-01
Page
Seite 577 (sequence 15)
Language
German
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Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 577 beräuchert die Bäume1), um die schädigenden Raupen zu töten; auch das wurmzerfressene Holz muß man dann entfernen2 3); zu ebendemselben Zwecke scheint auch das Bestreichen mit roter Farbe (סקר בסיקרא) geschehen zu sein8 9). Bäume, die zu stark zu wachsen drohen, was die Höhe des Ertrages herabmindert, werden durch Beladen mit Steinen im Wachstum gehindert4). Die Bewässerung5) geschieht, indem man Wasser in schmalen Gräben6) von Baum zu Baum leitet7); die Erde muß rings herum ordentlich gelockert werdend, damit das Wasser zu den Wurzeln gelangen kann8). Junge Pflanzungen werden auch von oben her begossen10). עשן ף Scheb. 2,2. 2) Beides liegt wohl in מתלעין (Var. מתליעין) Bar. b. Ab. sar. 50b, 8. Vgl, daß Am. 4,9 גזם als ein den Ölbaum zugrunde richtendes Insekt erwähnt wird, worunter mit LXX xa}A7cr) »eine Raupenart« zu verstehen sein wird. »Heuschrecke« (wie üblich) ist kaum möglich, da sie nicht zu den Feinden des Ölbaums gehört. 3) T. Schab. 7,15 (118), T. Scheb. 1,10 (61). In der Baraita b. Schab. 67 a, unten, wird das Bestreichen mit Farbe als Heilmittel für Bäume angegeben, die die Frucht vorzeitig abwerfen. Wodurch es aber wirkt, oder ob es nur ein abergläubischer Gebrauch ist, weiß schon der Talmud nicht, ibid. Vgl. Blau, das altjüdische Zauberwesen (Budapest 1898) p, 165 f. — L.: Blaues Behauptung, es liege etym. Aberglaube vor, ist falsch, da auch griech. und röm. Quellen die Bäume gegen Obstfall mit und rubricä streieben lassen. Geop. X, 48,2, Nick ad. 1. Pall. IV, 10,30, p. 119, si fructus suos velut aegre proiciet alii rubrica.arborem liniunt. 4) T. Scheb. 1,10 (62). Vgl. Magerstedt, p. 97. Ibn Awwäm I, p. 214. 5) Vgl. Vogelstein, p. 10 ff. Scheb. 2,4 שקה hif. c) עכיוח T. Seb. 3,7 (64), T. Moed k. 1,2(229) wird עגיות erklär* בדידין שבעיקרי אילנית, vgl. T. Scheb. 1,7 (61). — Anderlind ZDPV. XI, p. 70, Colum. 5,8. 7) Moed k. 1,3 מאילן לאילן. 8) קשקש Sifra 105 b, vgl. b. Ab. sar. 50 b תרי קישקושי• Vereinzelt עזק (LA. allerdings עסק) Sifre 148a und die Zitate Bar. b. Men. 85b, Jalkut I, § 962, p. 686. 9) Vgl. Scheb. 2,2. Die Wurzeln müssen aber bedeckt sein. 10) T. Scheb. 1,5 (61). Monatsschrift, 50. Jahrgang. 37

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