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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 5 · p. Seite 576

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 5
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1906-01-01
Page
Seite 576 (sequence 14)
Language
German
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576 Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit Besondere Sorgfalt wird den jungen »Setzlingen« zugewendet. Diesen Namen behält der junge Olivenbaum, bis er das Alter von sieben Jahren erreicht hat1). Auch diese jungen Pflanzen werden sorgfältig gestutzt (2(קטם)! und zur Förderung des Wachstums gedüngt (3(זוזם). Zum Schutze vor zu heißer Sonne und zu strenger Kälte werden sie umwickelt4) und bekommen Schutzgehäuse (5(בתים). Man garten im Frühling umgegraben. Pal. Expl. Fund 1891, p. 116, Die Erdscholle an der Wurzel des Ölbaums גוש b. bm. 101a, oben, נטיעה (ג T. Scheb. 1,3 (61). Die schneller wachsenden Weinstocke und Feigen erhalten diesen Namen nur bis zum fünften bezw. sechsten Jahre, ibid. Die Olive giebt erst spät einen Ertrag, b. Men. 53 b. Junge Olivenpflanzungen bedeutet wahrscheinlich auch Gen. rabba 33, Lev. rabba 31 Ende שבשושין♦ Cant, rabba zu 1,15 und 4,-1 שמטוטין. Wenn die Lesart שבטוטין nach Ar. VIII, p. 11a richtig ist, so gehört es zu שבט. Löw, p. 35. Bacher, Ag. der Pal. Amor. II, p. 340 f. 2) Scheb. 2,4. s) Scheb. 2,4. Vielleicht handelt es sich nur um ein Schutzmittel gegen Ungeziefer. So Bar. b. Ab. sar. 50b, wo es in Verbindung mit מתלעין steht. Daß dieses Bestreichen nicht stets zu demselben Zwecke geschah, erhellt aus b. Ab. sar. 50 b, תרי זיהמוטי הוי. So auch Maim. Olivenbäume hatten unter Ungeziefer viel zu leiden. Sifra 57a. — Vogelstein, die Landwirtschaft in Palästina, p. 19 will in diesem Worte »Bestreichen mit ranzigem Ölschaum (Amurca)« sehen, R. Sch. und Maim. folgend (allerdings sagen auch sie, es sei* ein Bestreichen mit ranzigem Öl), wozu um so weniger Veranlassung ist, als sich in frühen Quellen von einer Verwendung der Amurca (außer zum Reinigen der Keltergeräte, siehe das.) sonst keine Nachricht findet. Die Römer gebrauchten zwar auch Öl als Dünger. Varro 1, 55 (was in Palästina kaum geschah, vgl. dazu das allerdings späte Gleichnis Pesikta (Buber) 57b und die danach zu emendierende Pa» rallelstelle Pesikta rab. (Friedmann) 80 a). Für den Ölbaum hielten sie aber Schweineurin am geeignetsten, Colum. V, 9, Plin XVII, 27. — זהם arab. heißt »schmutzig sein, stinken«, und so ist die Übersetzung Levys.I, 515a aufrecht zu erhalten, zumal da sie sich auf den jer. Talmud stützt, j. Scheb. 33 d. 4) כרך, wahrscheinlich mit Stroh und Bast, Scheb. 2,4. Vgl. zu diesen Terminis die Zusammenstellung in j. Schab. VII, 10a. 5) ibid.

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