Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 5 · p. Seite 572

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 5
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1906-01-01
Page
Seite 572 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829795-2829801-2887166--34809-2887251
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

572 Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. etwas mit der Ölkelter zu tun haben, wenn es auch wahrscheinlich ist1). 2. Das Olivenfeld. Der Olivenbaum2 3) wächst auf dem Felde, das nw 3זיתים) heißt, wenn er die einzige oder überwiegende Baumart darauf ist. Am vorteilhaftesten legt man Oliven- Pflanzungen an felsigen, sonnigen Abhängen4) in Gegenden von gemäßigter Temperatur5) an. Zuweilen finden sich Anpflanzungen auch an den Ufern von Gewässern6). Die Lage des Feldes muß gegen rauhe Nordwinde geschützt sein, welche besonders während der Blütezeit den Bäumen schaden, indem sie das Abfallen der Blüten verursachen. Milde Südwinde begünstigen aber das Gedeihen7). Ein Feld, auf dem hauptsächlich fruchttragende Bäume (אילן ג) Vgl. den Namen Getsemane, S. 571, Anm. 2 und die sonst vorkommende Bezeichnung einer Ölkeher durch גת (Abschn. ii. d. Kelter). 2) In den beiden folgenden Kapiteln sind, da die Pflanzung und Pflege anderer Obstbäume keine wesentlichen Unterschiede aufweisen, auch die allgemeinen Verhältnisse mehr berücksichtigt. 3) T. bm. 9,22 (392), nur שדה Sifre 148a, bh. כרם זית Ri. 15,5. Im alten Israel waren unter den königlichen Domänen Ölfelder, I Chr. 27,28. 4) Hiob 29,6.— Deut. 32,3 ושמן מחלמיש צור. Vgl. Rosenmüller, das alte und neue Morgenland II, p. 320.— II Sam. 15,30 wird der Ölberg מעלה הזיתים genannt. Nicht jeder Boden ist für Ölbäume geeignet, b. Schab. 85a. Der Kalkboden Galiläas eignet sich besonders. Fischer, p. 19. 5) Jos. bell. jud. III, 10, 8 s^aTcu . . . . cäg a10׳p a7roS£?)£tK׳Ta1. Vgl. Theophr. hist. pl. 1,22 socv auvxau&T) ׳n ßps^Y) TroßaXXet Tdv xap7uov. Frost kann die Kulturen verderben. Fischer, p. 23 und besonders p. 25 (Syrien). In Syrien kommen Olivenhaine noch in einer Höhe von 700 m. (ibid. p. 27, Hasbeya am Hermon) und 900 m. (p. 65) vor. 6) bm. 8,5. Felder haben unter Überschwemmungen zu leiden, bei denen Ölbäume losgerissen und fortgeführt werden. ל) Bar. b. Jom. 21 b.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.