Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 5 · p. Seite 571

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 5
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1906-01-01
Page
Seite 571 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2829132-2829795-2829801-2887166--34808-2887250
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 571 Einen weiteren Hinweis auf das Alter der Ölkultur in Palästina geben einige andere Ortsnamen. Nahe bei Jerusalem liegt der Ölberg1); der neutestamentliche Name »Getsemane« bedeutet Ölkelter2). Auch der Name Bezeta8), den ein anderer Teil des Ölberges führte, hängt mit der Olive zusammen. Nicht zu entscheiden ist, ob die sonstigen ragenannten Orte, wie Gat4), Möreschet Gat5), Gat Chefer6 1) Bibi. הר הזיתים Sech. 14,4; מעלה הזיתים II Sam. 15,30. Das Targum nennt ihn טור ויהא (ibid.) II Kön. 23,13, auch טור משחא Gt 8,3־, im neuen Testament to Öpo<; to>v sXoa&v (Mt. 21,1, so auch LXX allgemein und Jos. bell. jud. 5,12. 2) und s'Aauov Luk. 19,29, act. apost. 1,12, Jos. ant. VII, 9,2. In der Mischnah הר המשחא Para 3,6, T. 3,7 (632), T. Rosch ha-Schana 2,2 (210). Die Tradition läßt die Taube Noahs das Ölblatt vom Ölberge bringen. Gen. rab. s. 33. Heute Djebel ez-Zeitun. Näheres über den Ölberg, Neubauer, p. 147, Pal. Expl. Fund 1889, p. 181 ff. 2) Mt. 26,36, Mark. 14,32 Fs0׳c>Y1u.av7[ und Fe-O-aTiaavst. Aus גת שמכין mit Wegfall des schließenden נ entstanden; Dalman Gramm., des Aramäischen, 2. Aufl., p. 191, Anm. 3. Im Garten von Getsemane wachsen acht sehr alte und starke Olivenbäume, die die Tradition bis in die Zeit vor Christi Geburt zurückversetzt. Über die Möglichkeit eines solchen Alters, vgl. Jos. bell. jud. VI, 8,1, aber auch Fischer, p. 31. Schöne Abbildung bei Groser, the trees and plants etc. p. 112. 3) I Makkab 7,19 wird ein Teil des Berges Bt^s# genannt. Jos. Ant. XII, 10,2 erwähnt denselben Ort als IsyoiiivYi (L. : Siehe aber Boettger, topogr. Lexikon zu den Schriften des Flav. Joseph., p. 63). Die erste Überlieferung wäre aram. בי זיתא ZDPV XIX, p. 224. (L.: Andere Orte Ez-Zeitüny, Nonnenkloster, Robinson 11,299, buj III, 363 (ez Zeit I, 182). Im Register der bei Kautzsch beigegebenen Karte : Zeita, Zeta, Umm ez־Zetun Kefr Zeitun auf dem Ölberge. Sepp. I, 578). 4) I Sam. 6,17. Es giebt wahrscheinlich mehrere Städte dieses Namens. Zur Ortsbestimmung siehe Tomkins, Pal. Expl. Fund 1886, p. 200 ff. גת bedeutet sonst Weinkelter. ö) מורשת גח Micha 1,14, nahe bei Gat. 6) גת החפר Jos. 19,13, II Kön. 14,25 im Gebiete von Sebulon Vgl. Neubauer, p. 200 ff. — גת רמון Jos. 19,45, I Chron. 6,54 im Gebiete von Dan gehört nicht dazu. — R.: Vgl. noch Ginti-Kirmil (Gat Karmel) Zeitschrift für Assyriologie VI, S. 257, Note 14.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.