Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 570 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829795-2829801-2887166--34807-2887249- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
570 Der Ölbau in Palästina ■in der tannaitischen Zeit. (תקועה), in zweiter Reihe wird Regeb (1(רגב) erwähnt. Bestimmte ausgezeichnete Olivenarten hatten ihre Namen nach den Städten NStofäh2) (עטופה im Süden und Böt söän (3(בישני) in Samaria. Die Lage der im Zusammenhang mit diesen erwähnten Stadt Sifkon (4<שפכוני) ist unsicher. Auch die Umgegend von Jerusalem war reich an Öl- Pflanzungen5). war, lag vier Tage von Jerusalem entfernt im Stamme Ascher (Gaon. Lyck Nr. 104). Die Tradition bestätigt auch RDK. *) Men. 8,3, eine Stadt »jenseits des Jordans« in Peräa gelegen, vgl. j. Chag. III, 79 c. Zum Ölreichtum dieses Gebiets vgl. Jos. bell, jud. III, 10,8. 2) Pea 7, 1, T. 3,9 (22), wo es heißt זית בטופה. Die Frage, ob dieser und die beiden folgenden Namen Orte bezeichnen oder charakteristische Eigenschaften bezeichnende Ableitungswurzeln haben, muß mit Löw, p. 137 dahin entschieden werden, daß sie jedenfalls ursprünglich Ortsnamen waren. Diese Auffassung vertreten schon Ar. und Maim, zur Stelle. q./<5 Lc £*1?* ^w! Sonst (R. Sch.) wird erklärt von כטף »träufeln«, ein Baum, der nur zeitweise Öl giebt (geht zurück auf j. Pea VII, 20a), So noch Barth § 122 c. Die Stadt hieß בקעת בית נטרפה (Scheb. 9,5) wird schon in der Bibel erwähnt (Esra 2,22, Neb. 7,26) und liegt zwischen Betleliem und Anatöt. L.: Beit Nettif, Rob. II, 605. 597. 595, Schöne Olivenhaine in Reihen wie ein regelmäßiger Obstgarten, was gewöhnlich nicht der Fall ist. Viele Olivenhaine bilden die Umgebung. 3) Pea 7, 1. Löw, p. 137, gehörte zu Dekapolis (Jos. bell, jud. III, 3,1, Matth. 4,25, Mark. 5,20). Vielleicht sind die von Plin XV, 3, erwähnten Speiseoliven die .בישני♦ Die Komm, deuten von ביש »böse« schlechte Olive oder von בוש »Schani empfinden«, was natürlich sehr zweideutig ist, je nachdem man vom kal oder piel ableitet. Maim.: L2jJ 4) Pea 7, 1, eine nähere Bestimmung der Lage findet sich nicht. Komm, erklären von שוירדו שופכים שמן הרבה :שפך. Maim. will dagegen diese Etymologie schon auf den Ortsnamen angewendet wissen : \q^Xj *t'ל שפכוני 5) Bibel: II Säm. 15,30. Mischnahzeit : Matth. 21,1, Mark. 11,1, Luk. 21,37, acta apost. 1,12. Vgl. S. 571, Anm. 1-3.