Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 566 (sequence 4)
- Language
- German
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566 Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. Strauch in den Ländern des Mittelmeeres heimisch ist1 2), wurde unter der sorgfältig veredelnden Menschenhand3) die Nutzpflanze, der edle Olivenbaum3) (Olea europaea L.), der von Syrien aus. sich den Occident eroberte, soweit das Klima seinem Gedeihen zuträglich war. Der immergrüne4) Baum heißt 5זית); die Frucht trägt denselben Namen6). ף Viktor Hehn, Kulturpflanzen und Haustiere 6 1894, p. 117. In Palästina, namentlich bei Jericho, (Ritter, Geogr. XV, p. 510) am Gebirge Juda, auf dem Karmel, auf den Bergen nördlich von Nazareth und auf dem Musagebirge. Anderlind, ZDPV. XI, p. 70, Ritter XI, p. 518 f. 2) Das Veredlen wilder Bäume, über das jüdische Quellen nichts berichten, geschieht heute noch, Anderlind ibid., Ibn Awwäm I, p. 216. 3) Heute unterscheidet man mehr als 200 Varietäten (Aufgezählt bei Coutance p. 80 ff.). Auch die Römer kannten deren sehr viele. Sickler, Geschichte der Obstkultur I, p. 242. ף b. Men. 53 b אין עליו כושרין לא בימות החמה ולא בימות הגשמים. Das Blatt ist Sinnbild der Ewigkeit. Bikk. 3,3 (Komm.). Henoch 3 (Kautzsch, Apokryphen und Pseudepigr. II, p. 237) verglichen mit dem Buche der Jubiläen 22,21 (ibid. p. 76), Löw p. 59, jew. encycl. X, p. 75. — Zeichen des Friedens II. Makkab 14,4. 5) Löw, p. 136 ff. — pl. זיתין) זיתים T. Toh. 11,9, (672) ist in זיתיו zu verbessern).— זית findet sich im Assyrischen nicht, aber im Arabischen (^05 entlehnt, Fraenkel, p. 147), Phönizischen, in aramäischen Dialekten (L: 1. babyl.־jüdisch 2 ,זיתא. pal.-syr. Schultheß p. 56, 3. Syrisch 4 ,זיתא. neusyr. zetä, 5. mandäisch) im Äthiopischen Ges. Hwb. 1S, p. 216 a. Später wandert das Wort nach Osten weiter ins Persische, Kurdische und ändere teils indogermanische, teils baltisch-finnische Dialekte. Von europäischen Sprachen hat der andalusische Dialekt des Spanischen in seinem »azeituno« die semitische Bezeichnung aufgenommen, nachdem sie mit den Arabern an der Nordküste Afrikas entlang dorthin gewandert war. Vgl. Fischer, p. 16. (L: (a)zeituna, Grünbaum, jüdisch-spanische Chresthomathie, p. 68/69). Auch das Armenische kennt das Wort (Lagarde, Armenische Studien, p. 92). Auf Grund dieser Erscheinung kommt Lagarde zu dem Schluß, der Ursprung von זית sei überhaupt im Armenischen zu suchen (Mitteilungen III, p. 214 ff.). In Armenien wachsen auch heute noch viele Ölbäume (Tournefort, voyage dans le Levant II, p. 336). Lagarde weist auch auf die Flutsage hin, die den Ölbaum im Lande Ararat in Armenien kennt, Gen. 8,11. (Aus dem Armen, leitet er (ibid.)