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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 5 · p. Seite 567

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 5
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1906-01-01
Page
Seite 567 (sequence 5)
Language
German
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Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 567 Während bei Griechen und Römern sich noch sagenhafte Erinnerungen an die Einführung des Öibaumes finden1), ist für Palästina schon in den ältesten uns erhaltenen Berichten eine hohe Kultur in Bezug auf den Anbau der Olive vorausgesetzt2). Wenn es sich nun auch nicht erweisen läßt, daß die Oliven nur das Meerklima lieben3), und daß sie darum aus dem Innern Asiens nicht stammen können, so nimmt man doch bei dem Fehlen anderer Nachrichten an, daß in Syrien die Urheimat des Baumes zu suchen ist4); und daß er von dort aus nach Osten und Westen seine Wanderung angetreten hat5). Unterstützung findet diese Ansicht auch in gewissen botanischen Eigentümlichkeiten der Ölbäume Syriens. Man findet nämlich auch das griechische a&ov ab.) Zu einem anderen Ergebnis kommt Erman. Für das Armen, behauptet nämlich Hübschmann (Grammatik 394, ZDMG. XL.VI, p. 243), daß die Wurzel jet‘ ein semitisches oder sonstiges Fremdwort sei (vgl. oben und Bei den vielfachen Berührungen mit Ägypten sucht nun Erman (ZDMG. XLVI, p. 123) זית aus dem Ägyptischen herzuleiten. 6) Vgl. Ket 8,5 (Baum) mit b. Ber. 35 b. Dasselbe ist bei der Feige der Fall. T. Maas, risch. 2,5, (82) לקט לך תאינים מן התאינה, arab. das Öl, yyty der Baum, die Frucht *) Ovid, Metam VI, 80 1, vgl. Magerstedt, p. 236. Theöphrast hist, plant. V, 24. Cicero in Verrem 4,57: Aristaeus, qui inventor olei esse dicitur; desgl. de natura deorum 3,18. 3) Deut. 6,11, vgl. Jos. 24,3 זיתים אשר לא נטעתם. 3) Was Hehn 6 p. 101 f. behauptet. Der Irrtum geht auf Theophr. hist, plant. V, 2 zurück, wie Plin XV, 1' berichtet. Derselbe Glaube bei den Arabern, Ibn Awwäm I, 209. Die Ausführungen Fischers widersprechen sich (p. 4 und 25/26, siehe auch seine Karte, Spanien, Tunis und Marokko). 4) Hehn, p. 44. Vgl.;־ dazu Lagarde, Mitteil. III, p. 214—226. De Candolle, geographie botanique, p. 913 »son fruit et son huile son tellement lies aux usages du peuple juif, Pespece est encore si commune en Palestine, qu'on ne peut pas se refuser ä voir dans la partie orientale de la region mediterraneenne le pays origine de Pespece.« So auch Fischer, p. 8 u. 64. 6) Die Perser scheinen noch zu Herodots Zeiten Olivenöl nicht gekannt zu haben (Regnier, Economie des Perses, p. 282), vgl. He-

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