Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Juden und die deutsche Literatur
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 464 (sequence 21)
- Language
- German
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464 Die Juden und die deutsche Literatur. § 13. Die Juden im deutschen Drama des 18. Jahrhunderts. Wirkung der beiden Lessing’schen Dramen. Der Jude als Wucherer und als Retter, als Gegenstand des Spottes und der Verehrung. Vgl. die, kleine Schrift von Carrington (Heidelberg 1892). Als Dichter solcher Dramen: Engel, Iffland, Stephanie und viele aridere. Iffland als meisterhafter Vertreter deutscher Juderirollien, schon seit seinem ersten schauspielerischen Versuche. Er hatte sich in solche Rollen so eingelebt, daß er, der Sohn eines Christliehen norddeutschen Beamten, auch in anderen Rollen, ja selbst im Privatleben, mauschelte (vgl. Ekhofs sehr merkwürdige Äußerung in »Bühne und Welt« 1905, II. Maiheft). § 14. Herder. Beziehungen zu Mendelssohn, wobei eine Zurückweisung der Kayserlingschen Darstellung nicht fehlen darf. Ausführliche Behandlung der Schriften: Geist der ebräischen Poesie; Briefe zur Beförderung der Humanität; Adrastea. Herder als Erwecker der hebräischen Literatur unter den Christen nach ihrem poetischen Gehalte urid ihrer wissenschaftlichen Bedeutung. Hinweis auf die orientalische Literatur, die in seinen Spuren wandelt, und auf die ungeheuere Übersetzungsliteratur, die von ihm angeregt ist. Wunderbare Stellen über Judenbekehrung, innere Aufklärung der Juden, Jerusalem. § 15. Goethe. Stellung zur Bibel, persönliche Beziehungen zu Juden (David Veit), freundlich-galante Beziehungen zu Jüdinnen; Würdigung Mendelssohns; allgemeine Äußerungen über Juden und Judentum, die trotz einzelner Ablehnung und sogenannter judenfeindlicher Betnerkungen in einer Verklärung des ewigen Bestandes und der weitgeschichtlichen Mission dieser Religion gipfeln (Das Nähere in meiner mehrfach genannten Abhandlung). In einem Anhang ist auf Schiller hinzuweisen, worüber gleichfalls meine schon erwähnte Studie zu vergleichen ist. Breiter jedoch, als dies bisher geschehen, müßte die großartige Wirkung aufgezeigt werden, welche durch die Schriften