Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Juden und die deutsche Literatur
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 463 (sequence 20)
- Language
- German
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Die Juden und die deutsche Literatur. 463 B) Wirksamkeit Mendelssohns unmittelbar für die Juden: Auftreten gegen Beschränkungen. C) Allgemeine Stellung Mendelssohns: Sehenswürdigkeit Berlins, Bewunderung der Fremden. Das projektierte Men,idelssöhnrDenkmal. ד י; Als Kontrast gegen Mendelssohns Deutschtum, als Zeugnis, wie wenig deutsch auch die materiell ungemein günstig gestellten Juden verständen, wäre der Brief des alten Rotschild', 22. August 1780, (von mir veröffentlicht in der Frankfurter Zeitung 1904) änzüführen, in dem eigentlich kein Wort ganz richtig geschrieben ist. § 10. Stellung der christlichen Aufklärer zu den Juden. 'Christian Wilhelm von Dohm und die Gegenschriften; philahtropische Bestrebungen unter Joseph II: und die dadurch hervorgerufene judehfreüridliche und judenfeindliche Literatur. § 11. Die jüdischen Aufklärer: David Friedländer, Markus Herz, Salömon Maimon, Lazarus Bendävid. Die Lebensbilder dieser vier Männer müßten wohl in etwas breiterem Umfange gegeben werden, denn ihr Leben ist auch kultur-literar-historisch von Bedeutung, die Darlegung ihrer gesellschaftlichen Stellung nicht zu vermeiden. Immanuel Kants große Einwirkung auf die Genannten und auf das Denken der Juden überhaupt, ist natürlich breiter zu behandeln als etwaige einzelne Äußerungen des großen Königsberger Philosophen über Juden und Judentum. (Persönliches Zusammentreffen Kants und Mendelssohns, Herz als Schüler gegenüber dem Meister.) Außer den deutschen Schriften der Genannten sind ihre hebräischen, ihre Beiträge in der schon genannten Zeitschrift Ha- Meassef zu analysieren. Isaak Euchel und Hartwig Wessely verdienen eine besondere Besprechung. § 12. Einzelne deutsche Dichter jüdischen Glaubens: Issaschar Falkensohn Behr, der polnische Jude, den Goethe schildert, Ephraim Kuh, wobei einigermaßen vor Berthold Auerbachs Schilderung zu warnen ist.