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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 4 · p. Seite 450

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 4
Article
Die Juden und die deutsche Literatur
Date
1906-01-01
Page
Seite 450 (sequence 7)
Language
German
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450 Die Juden und die deutsche Literatur. Judentum entsprungenen Frau zu verbinden. Aber die ganze Ausführung über den Großvater Laroche ist der Gipfel der Unkritik und Unwissenheit. Ein Blick auf die neueste Biographie des Mannes (von Rudolf Asmus, Karlsruhe 1899). hätte. Bartels zeigen können, daß Laroche den Namen Frank, durchaus mit Unrecht führt, daß er ,wahrscheinlich der Sohn des Grafen Stadion und einer Französin Laroche ist, daß diese nach der Empfängnis des Knaben einem Chirurgen Frank zur Frau gegeben wurde, der vor, der , Geburt des Kindes bereits gestorben ist, daß also dieses;Kind nicht, •das . geringste Anrecht zu dem Namen, Frank hat. Alle , Folgerungen, die sich aus diesem Namen - ergeben, sind also vollkommen hinfällig. Nach dieser einen Probe kann man die ganze Bartelssche Schrift beurteilen und hat das Recht sie, völlig unbeachtet zu lassen: Für unser Thema kommt sie absolut nicht in Betracht. Wenn, wie eben ausgeführt worden ist, innerhalb eines, einzigen Jahres über einen Gegenstand vier Schriften der, verschiedensten Art erscheinen, sp wird man über S t o.f f m a n g e 1 jedenfalls nicht klagen können. II. Bevor indessen dieser reiche Stoff gegliedert und im einzelnen dargelegt wird, müssen noch einzelne Auseinandersetzungen über das W i e der Behandlung gegeben werden. Sie soll, so wurde vorher gesagt,, wissenschaftlich sein und es wurde zugleich angedeutet, daß die Bartelsschen Expektorationen auf eine solche Bezeichnung keinen An* Spruch erheben dürfen. Ist denn aber, so wird man fragen dürfen, von jüdischer Seite etwas Ernstliches geschehen? Eine allgemeine Lösung der Aufgabe liegt nicht vor, wohl aber sind einzelne Versuche gemacht worden, und eine gewisse Stimmung der ganzen Aufgabe gegenüber ist vorhanden. Betrachtet man Leistungen und Stimmungen, so wird man folgendes nicht verhehlen dürfen. Man wird nämlich nicht leugnen, daß: peccatur intra et extra: man

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