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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 379

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1906-01-01
Page
Seite 379 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen. 879 Wenn wir nun den inneren Gehalt des Glossars charakterisieren wollen, so ist zunächst zu bemerken, daß nicht sämtliche Bibelwörter glossiert sind, so zum Beispiel wird gleich am Anfang vom ersten Vers der Genesis nur das Wort בראשית glossiert, vom zweiten nur die Wörter ובהו ,תחר und מרחפת usw. Irgend ein Prinzip kann hier nicht maßgebend gewesen sein, da andrerseits sehr geläufige Wörter übersetzt werden und sogar öfters einigemal in nicht allzuentfernten Räumen, so zum Beispiel;,עלד in Gen. 3, 7 u. 8, 11; יצר in 6, 5 u. 8j 21; אולי in 24, 5 u.. 24, 39 usw. Man beachte auch die nebeneinander stehende Übersetzung der verschiedenen Formen des Verbums מול . in Gen. 17, 10-12-ל, oder die wörtliche Übersetzung solcher Wendüngen wie עצור עצר (»retenont retint«) Gen. 20, 18; המלוך תמלך (»si reynons reyneras«) und משול תמשל (»potonz potras«) ib. 37, 8; סאון סואן (»mezure mezuront«) Jes. 9, 4 usw. Andrerseits wiederum haben manche Wörter zwei Glossen, wobei die zweite durch *(יש אומרים =) י״א ולועז יש ,או ,(דבר אחר =) ד״א ,(לשון אחר =) ל״א (eigentlich ויש לועז) oder אינמי (gekürzt א"נ) eingeleitet wird (s. Vorrede, p. III), Diese Doppelglossen entstanden wohl dadurch, daß der Verfasser י des Glos•* sars aus verschiedenen Quellen geschöpft hat. . Einige Beispiele sind besonders charakteristisch: Gen. 6, 3 wird ידון übersetzt als »tönsoriera«, das heißt disputieren, und.als »anforra«, in die Scheide stecken, also von נדן (vgl. I. E. z. St.); ib. 16, 13 הלום »izi«, hier, und »a2ertes« gewiß; ib. 24, 21 מחריש »tezonz«, schweigend, und »porponsons«, nachdenkend; ib. 41, 51 נשני »fit oublier moi«, ließ mich vergessen, und »fit tresalir moi«, ließ mich springen, (vgl. 32, 32 גיד הנשה »lu nerf lu tresayli«); Ex. .32, .4 ויצר »e peynt«, er zeichnete, und »e lia« er band zusammen (beide Erklärungen bei Raschi z. St.); Jes. 3, 12 ונשים »e fämes«, und Weiber, und »e pretors«, und Mahner, als ob es hieße ונושים, (s. Targum); ib. 10, 23 תכליתם »lor melemont«, ihr Gemisch (von בלל), und »lor ledure«, ihr Häßlichkeit, Blöße (also von תבל s. I. E. z. St.; zu Lev. 20, 12, aber wird dieses Wort in unserem Glossar ebenfalls durch »melemont« übersetzt); ib 14, 11 גבליך »de tes herpes«, deiner Harfen, und »de ,tes ledures«, deiner Häßlichkeiten (also von נבלה, s. Raschi z. St.); Hi. 6, 27 ותכרו, »e cheverez«, und ihr grabet, und »e dinereyz«, und ihr macht ein Gastmai (also von כרה, s. I. E. z. St.) usw. Noch interessanter ist aber eine andere Gruppe von Doppelglossen zum Pentateuch. Schon die Herausgeber bemerken (Vorrede, p. IV), daß manche Glossen einer midraschischen Erklärung entsprechen, so zum Beispiel die Übersetzung von אשד Lev. 4, 22 durch »benure« gesegnet (also von אשרי, s. die von Raschi citierte Erklärung aus dem Sifrä). Nun finden sich unter den pentateuchischen Doppe!glossenc

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