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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 325

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
Die Blutbeschuldigung in oberbadischen Liedern aus dem 15. und 16. Jahrhundert
Date
1906-01-01
Page
Seite 325 (sequence 10)
Language
German
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Die Blutbeschuldigung in oberbadischen Liedern. 325י schneidung angegeben♦ Einer zählt ein ganzes Register auf: erstens als Arznei, dann für die »Malenzye« d. h. die• fallende Sucht, drittens »für den geschmake, als sy übel stinken« und viertens für die Beschneidung. Unser Lied weiß das genauer: V. 15 dann ich find also geschriben ston^ das undern iuden sey gewon, in welcher stat der cristenheit ir wonung hab die iüdischeit, das sie auch in dem selben land das loß mit ir unreinen Hand werffen, wer im selben iar die andern all versehe gar mit cristen blut, wie ich üch sag, dann es ist war und ligt am tag. 25 Sie hond ein bresten, hörend zu, der laßt in gantz und gar kein ru, Sie habend dann das cristen blut: verstünden! sieß, das wer in gut. Sie seind in iren Hertzen blindt, dem heiligen glauben allweg findt, darumb so müßends leiden pein und ewiglich verdammet sein, verflucht seind sie ia hie u. dort. In meiner Schrift, »Juden in Freiburg«, habe ich Seite 93 ff., die in den Liedern geschilderten Anklagen erwähnt. Der von Professor Pfaff mir gemachte Vorwurf, daß die Darstellung unvollständig sei, ist berechtigt. Denn ich habe weder diese Lieder, noch die Schreiben des Niclas Ziegler gekannt. Um die Lücke auszufüllen, sei mitgeteilt, daß die Stadt Freiburg in ihrem Bestreben, die Juden, welche in ihr nicht wohnen durften, aus der ganzen Umgegend zu entfernen, die Anregung zu allen diesen Anklagen gegeben hat. Professor Pfaff beliebt es, dies so auszudrücken, die Stadt habe an ihrem Recht (d. h. die

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