Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 301

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
Studien zum Buche Esther
Date
1906-01-01
Page
Seite 301 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2829132-2829795-2829799-2886863--34514-2886928
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Studien zutn Buche Esther. SOI auch noch dazu, daß in der elamitischen Götterliste bei Asurbanipal, keine Gottheit, deren Namen dem Worte Wasti oder Masti auch nur ähnlich wäre, sich vorfindet, wärend dortselbst eine Göttin Barti-kira deutlich genannt wird. Daher erscheint die Lesung Barti in unserem Fälle doch über allen Zweifel erhaben. Zugegeben aber, der Name Masti stände gar in den Malamirinschriften, so fiele doch gerade durch diese Lesung, die den Vergleich mit der Parti-kira des Asurbanipal auf־ hebt, jede Sicherheit weg, in diesem Wort eine Gottheit zu suchen. Wenn Jensen darauf verweist, daß Masti das Attribut »zana« gleich der Göttin Kiririsa hat; so darf doch nicht übersehen werden, daß es, bei der Dunkelheit des isolierten Wörtchens »Kirir« im obenerwähnten assyrischen Vokabular, noch sehr fraglich ist, ob auch Kiririsa der Name einer Gottheit ist, und selbst wenn er ein solcher wäre, ob er eine weibliche Gottheit bezeichnet, und wenn das schon der Fall wäre, ob »zana« ein Epitheton ist, und schließlich ob, wenn es sich so verhielte, es ein weibliches Epitheton ist, da es doch auch ein allgemein neutrales Attribut sein könnte. Jensens fernerer Beweis von Zeile 11 der Sikaft i Salmaninschrift, wo er die Worte »Masti amma baha naappirina« mit »Vasti, die Mutter und Gebärerin der Götter« übersetzt, verdient noch viel weniger Beachtung, da diese ganze Übersetzung auf vager Vermutung beruht. Es fehlt daher an jedem Beweise für die Existenz einer Göttin, Namens Masti. 9. Daß Gilgamis im Frühjahr aus der Unterwelt aufweist, indem in der ersteren das Zeichen für Bar und in der letzteren dasjenige für Mas den Querkeil tiefer unten liegen hat. Jensen gibt nun diesem malamirischen Keilschriftzeichen den urbabylonischen Silbenwert von Ma§, während alle anderen Assyriologen diesen den susischen Silbenwert von Bar geben, zumal die Malamirinschriften einen integrierenden Teil der susischen Inschriften ausmachen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.