Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Studien zum Buche Esther
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 12)
- Language
- German
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300 Studien zum Buche Esther. der Gemahlin des Human, in Parallele gesetzt. Aber abgesehen davon, daß nach dem Vorhergesagten, Kiririsa für unsere Frage gar nicht mehr in Betracht kommen kann, ist diese ganze Behauptung Jensens unbegründet. Jensen übersetzt nämlich den Satz »siyan angal aak kiririsa« Tempel des großen Gottes und der Kiririsa1) und schließt hieraus, daß Humban der Gemahl der KiririSa war, weil an־gal und Kiririsa in demselben Tempel wohnten und an־gal — großer Gott niemand anders als der berühmte Chumban gewesen sein könne. Allein es ist nicht sicher, ob die Worte »siyan und a-ak« richtig übersetzt sind, ferner ob nicht an-gal ein Epitheton von Kiririsa ist, da aak in Silchak E, 14. fehlt. Schließlich hat man kein Recht an־gal großer Gott, mit Humban ohne weiteres zu identifizieren, wenn doch in Asurbanipals Götterliste deutlich gesagt wird, das Su^inak der oberste Gott der Elamiter war, während Amankasibar, den Jensen mit Humban identifiziert, dort eine sehr sekundäre Steilung einnimmt. Was 8. die Identifikation der ושתי mit der elamitischen Göttin Vasti angeht, so ist die Existenz des Namens Masti, den Jensen in der Sikafth i Salman-Inschrift gefunden haben will2), von sämtlichen Assyriologen, die sich mit dieser Inschriftengruppe eingehend befaßten, aufs heftigste bestritten worden. Vgl. Sayce a. a. O., Weißbach, Neue Beiträge a. a. O., Hommel, Planeten und Tierkreisgötter in Hamburger-Oriental.-Kongreß-Akten 1903, die alle diesen Namen »Barti« und nicht Masti lesen3). Es kommt aber 1י) Vgl. Weißbach a. a. O. Silchak. B. O. 3. 2) »M« darf im keilinschriftlichen meistenteils auch »w« »gesprochen«. werden. 3) Es handelt sich hier um das bei Delitzsch A. L. 4. S. 8, 122 in Nr. 49 angeführte kreuzförmige Keilschriftzeichen, welches sowohl im babylonischen als auch im Assyrischen den Silbenwert Bar, Par und Mas hat, sonderbareweise aber in der ganzen aitbabylonischen wie in der susischen Literatur kleine Abweichungen