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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 299

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
Studien zum Buche Esther
Date
1906-01-01
Page
Seite 299 (sequence 11)
Language
German
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Studien zum Buche Esther. 291) narrten diejenigen mit einem eingeflochtenen Chuban oder Huban sind, dennoch nirgends ein Gottesname wie Chuban, Huban, Uman usw. alleinstehend gefunden worden ist, und wenn man ferner berücksichtigt, daß-gerade in der Achämenidenzeit dieser Name fast ausschließlich »Immanis« Immanisi heißt, so wird man zur Überzeugung gelangen, daß Haman im Buche Esther ebensowenig mit einem elamitischen Gotte identifiziert werden kann, wie etwa die heutigen Bauern von Deschistan, unter denen solche Namen noch immer sehr häufig sind1). 6. Soll זרש Kiririsa sein. Ein Wort Kiririsa kommt nun in den anzanischen Inschriften allerdings mehrfach vor, allein seine Bedeutung ist ganz unbekannt. Das Wortchen Kirir im assyrischen Vokabular K 2100, auf das sich Weißbach, allerdings mit großer Vorsicht beruft, steht ganz ohne Zusammenhang und ist daher noch dunkler als das Kiririsa der anzanischen Inschriften selber. Die Tatsache daß es in Asurbanipals eiamitischer Götterliste nicht vorkommt, spricht sogar sehr dafür, daß es kein Gottesnamen ist; als Gottesnamen müßte es zweifellos auch in Personennamen eingeflochten Vorkommen, was nirgends der Fall ist Es müßte denn Kiririsa mit Karsa, Kirsamas identifiziert werden, was sehr unwahrscheinlich ist. Stände es aber sogar fest, daß Kiririsa eine weibliche Göttin sei, so bliebe selbst dann noch unbegreiflich, wieso man philologisch Kiririsa mit זרש identifizieren kann. In der jüngsten Zeit ist Jensen selbst an dieser Identifikation irre geworden und zieht jetzt, statt der fallengelassenen Kiririsa eine Weingöttin Siras zum Vergleic h2) heran. Allein diese letztere ist keine elamitische Göttin, sondern eine babylonische, und damit fiele das ganze System zusammen. Nun wird 7. זרש, Gemahlin des Haman, zu Kiririsa, 1) Vgl. Billerbeck, Susa, 1893, 174. 2) Vgl. Z. D. M. Q. 55, 228, Zimmern K. A. T. 485.

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