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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 298

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
Studien zum Buche Esther
Date
1906-01-01
Page
Seite 298 (sequence 10)
Language
German
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298 Studien zum Buche Esther. 5. Soll הטן — Humman sein. In den elamitischen Inschriften ist aber ein Gott Namens Humman nirgends erwähnt, und nur auf vielen Umwegen wird auf die Existenz eines solchen geschlossen. Es erwähnen nämlich die anzanischen Inschriften einen König Namens »chumbanumena«, und Sancherib nennt einen elamitischen König »Ummanmenanu«. Da nun die babylonische Chronik einen elamitischen König Ummanigas nennt, der bei Sargon Chumbanigas heißt, so wird hieraus auch auf die Möglichkeit einer Identifikation des Chumbanumena der anzanischen Inschriften mit dem Ummanmenanu bei Sancherib geschlossen. Nun nennt Asurbanipal in der Liste der elamitischen Götter einen Gott Amankasibar (mas). Daraus folgert Jensen einerseits, daß der eigentliche Name des Gottes, der in alle diese Namen eingeflochten ist, Chuban, Huban, Humban, Umman, Amman oder Haman gewesen sein muß, andererseits, daß er, da er so häufig in den Königsnamen vorkomme, der höchste Gott der Elamiter gewesen sei und gerade darum im Buche Esther als Gegenstück zum höchsten Gotte der Babylonier, nämlich Marduk, gebraucht werde. Wenn man alle diese etymologischen Schwierigkeiten in Betracht zieht und dazu noch bedenkt, daß, so zahlreich auch in den elamitischen Götter- und Königsvon Samas erflehen. Esther müßte ferner die Braut Mordechais sein, wie Istar die des Samas ist. Von der Interessantesten Szene des Gilgami^epos, nämlich von Istars Bewerbung um die Gunst des Gilgamis und der schmählichen Zurückweisung, welche blutige Kämpfe zur Folge hatte, ist in unserem Buche keine Spur zu finden. Auch vermißen wir hier die Erwähnung Erechs, deren Nationalgott Gilgamiä war. Chumbabachum-ba, der die Zeder hütet, ist wahrscheinlich identisch mit dem iranischen Huma oder Homa, welcher der Be- Schützer des nach ihm benannten Lebensbaumes; »Homa« ist. (Vgl. Zend-Avesta I, 114, II, 246 und zur richtigen Interpretation Rhode, Sagen und Mythen, 115, Windischmann, Zoroastrische Studien, 165. Brodbeck, Zoraster, 336.)

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