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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 297

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
Studien zum Buche Esther
Date
1906-01-01
Page
Seite 297 (sequence 9)
Language
German
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Studien zum Buche Esther. 29 T 3. Ferner wird behauptet, es sei Marduk der Vetter Istars gewesen. Aber nirgends in der ganzen babylonischen Mythologie ist etwas davon erwähnt, daß Ea, der Vater Marduks, und Anu, der Vater Istars, Brüder gewesen seien, folglich kann auch Istar nicht als die Cousine Marduks gedacht worden sein. Die häufig wiederkehrende Trilogie der Götter Anu, Bel und Ea ist bloß eine Zusammenfassung des gesamten Universums, da Anu-An Himmel, der Himmelsgott, Bel, "שר פתאתי", »der König der Erde« und »Ea« "״שר אפסו, »der König des Ozeans« ist. Umgekehrt müßte, wenn diese Trilogie eine brüderliche Verwandtschaft bedeuten sollte, Esther vielmehr die Nichte Mordechais sein, da Marduk schon seit dem Ende des dritten vorchristlichen Jahrtausendes mit Bel vollständig identifiziert wird. Ferner gilt gerade in der spätbabylonisehen Literatur Istar als die Frau des Marduk1). 4. Zu der Gleichung הדסה chadasatu ist zu bemerken: Sowohl das Wort chadasatu als seine Bedeutung »Braut« hat Jensen bei den Haaren herbeigezogen. Weder steht es fest, daß ein Wort chadasatu dort existiert, noch gibt es einen Anhaltspunkt für die Bedeutung, die ihm Jertsen gibt. Zugegeben aber die verstümmelten Worte des abgebröckelten Fragmentes wären so zu lesen, wie sie jensen mutmaßlich ergänzt, und chadasatu wäre sinnverwandt mit "3ללתו" Braut, wodurch hängt das mitEstherzusammen2)? r) Nach Reisner, Hymnen, Nr. S, Obv. 8, ist chadasatu (nach Jensen Istar) Gattin des Marduk. 2) Die von Jensen hier gemachte Verknüpfung stößt auf zahlreiche Widersprüche. Humbaba, den Galgamis schlägt, ist doch der von Bel eingesetzte Hüter des Tempels der Irnina-Istar. Wie soll also Istar seine Vernichtung fordern? Jensens Identifikation von Gilgamiä-Samäs-Marduk ist mit dem ganzen Inhalt von Tafel II und III des Gilgamisepos unvereinbar. Warnas weist dort den Eabani zurecht, der die Freundschaft des Gilgamiä nicht zu schätzen versteht Gilgamis bittet ferner seine Mutter רמת בעל, sie möchte für ihn Gunst

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