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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 270

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
Judentum und Christentum [Rezension]
Date
1906-01-01
Page
Seite 270 (sequence 14)
Language
German
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270 Judentum und Christentum. können. Entstanden aus Vorträgen, die in einem Vereine jüdischer Studierender über die Vorlesungen Adolf Harnacks über »Das W e s e n desChristentums« gehalten worden sind und zum Teil zuerst in dieser Monatsschritt, Jahrgang 1903 und 1904 abgedruckt, werfen sie eine Reihe von Fragen auf, deren Beantwortung das Recht des Judentums dartut, »seine geistige Wohnung neben dem C hristentum aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen« In streng wissenschaftlicher Art geht Eschelbacher vor, und das macht sein Buch wohl nur dem Kreise der Gebildeten zugänglich, aber eben in diesem Kreise herrscht der größte Feind des Judentums, der Indifferentismus, und darum wäre es in höchstem Maße wünschenswert, wenn ein solches Werk Eingang in diese Schichten fände; denn es erfüllt Samters Forderungen in weitgehendster Weise. Kenntnis des Judentums und Kenntnis des Christentums kann der daraus schöpfen, dessen schwankendes Gemüt noch für den angestammten Glauben zurückzugewinnen ist, und die ruhige Sachlichkeit, mit der hier ein überzeugungstreuer Kämpfer für die ihm heilige Sache ficht, prägt den Ergebnissen seiner Forschung für jeden, der sehen und hören will, den Stempel der Wahrheit auf. Allerdings, solange ein derartiges Buch nur Verbreitung unter denen findet, die selbst so fest überzeugt sind, wie sein Verfasser, solange hat es seinen Zweck verfehlt, und darum sollte keine Mühe gescheut werden, die Aufmerk־ samkeit ernst denkender Menschen darauf zu richten und ihm die gleiche Anerkennung zu verschaffen, wie den Vorlesungen Harnacks, denen es sein Entstehen verdankt. Eschelbachers Untersuchungen halten sieh genau an die von Harnack vorgezeichneten Linien, nur daß■ er den umgekehrten Weg einschlägt, d. h. zuerst von Jesu Persönlichkeit und dann von seiner Predigt, seinem Lebens־ das Wesen des Christentums. Vergleichende Studien. (Berlin 1905,, Verlag von M. Poppelauer.) 8, 172 S., 8.

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