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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 2 · p. Seite 167

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 2
Article
Studien zum Buche Esther
Date
1906-01-01
Page
Seite 167 (sequence 16)
Language
German
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Studien zum Buche Esther. 167 neupersfschen, dieses Fest nirgends erwhnt wird, mi Be-t stimmtheit dafür, daß es erst in späteren Jahrhunderten; entstanden oder eingeführt worden ist. , , 2. ist selbst für diese späte Zeit von 566 das yorhan־.; densein des Festes als »eines pers ischen« nicht belegt; denn Nisibis, woselbst nach Menander dieses Fest gefeiert wurde, liegt bekanntlich nicht in Persien1), Daß aber der persische König bei seinem Aufenthalte dortselbst, sich daran beteiligte, ist der allgemein bekannten, vom Begründer des alten Perserreiches inaugurierten Friedenspolitik durchaus entsprechend. 3. fällt das Phourdiganfest, wie aus Menander hervorgeht, in den Herbst oder in die Mitte des Winters, während Purim immer in die Frühlingszeit fällt. 4. war Phourdigan ein z e h n t ä g i g e s Toten f es t, das hauptsächlich mit Opfern und Gebeten gefeiert wurde, und viel weniger als an den anderen Festen huldigte man hier den Schmausereien2), die am Purimfest die Hauptsache waren. Wie soll daraus das absolut profane Purimfest entstanden sein? Dazu kommt 5. aber noch das sehr wichtige Moment, daß die ganze Hypothese ihre einzige Stütze eben in der Lücianischen Rezension hat, die an einer einzigen Stelle, nämlich Ester IX, 26 das Wort Purim durch Phourdaia. wiedergibt. Dem gegenüber müssen folgende Momente betont werden. Zunächst hat Lucian selbst an allen anderen Stellen das hebräische Wort Purim gleich den anderen Rezensionen der Septuaginta durch »Phrourak wiedergegeben. Dies ist auch bei Josephus der Fall, welcher bekanntlich nur die Septuaginta benützt hat. Ferner sind bekanntlich die griechischen und teilweise auch die lateinischen Bibelübersetzer mit den biblischen Namen so willkürlich und leichtsinnig umgegangen, daß es ein min- *) Vgl. Scholz in der Tübinger Quartalschrift, Jhrg. 1890. 2) Vgl. Spiegel Eran III, 577.

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