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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 2 · p. Seite 165

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 2
Article
Studien zum Buche Esther
Date
1906-01-01
Page
Seite 165 (sequence 14)
Language
German
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Studien zum Buche Esther. 165 Untersuchung über die Beurteilung des Buches bei den altjüdischen Gesetzeslehrern, zur Genüge gezeigt zu haben. Bloch sagt: »Die antimakkabäische Tendenz des Estherbuches ist so sehr konkret, daß jeder Leser beim ersten Blick sie finden müsse«. Es ist interessant, hierbei daran zu erinnern, daß die Graetzsche Untersuchung, die Bloch selbst als scharfsinnig anerkennt, in dem Estherbuche die schnurstraks entgegengesetzte Tendenz, nämlich die »philomakkabäische« gefunden haben will. 4. Auch der Lexikograph Jacob L e v y hat eine Hypothese über das Purimfest, welche unabhängig von ihm in jüngster Zeit von neueren Gelehrten wieder verteidigt wird, aufgestellt. Im 3. Jahrgang der Zeitschrift Ozar Nechmad gelangt er zu dem Ergebnis, daß Purim zum Andenken an die Errettung Israels aus einer großen Gefahr in Ägypten unter Ptolemäos Philopator, von der im III. Makkabäerbuch berichtet wird, eingesetzt sei. Das Buch Esther stelle die romanhafte Verarbeitung dieser Geschichte dar, und zwar sei Ahasveros Ptolemaios Philopator. Haman Herman, ein Höfling Philopators, Esther die zweite Frau Philopators, M o r d e c h a i ihr Verwandter, פרם ומדי Ägypten und נבו כ דג צ ר Alexander magnus. Das erste Vertilgungsedikt sei das des Philopator, das zweite, dasjenige Mordechais, stelle die nachherige Verfolgung der abtrünnigen Juden von seiten ihrer gesetzestreuen Brüder mit Erlaubnis Philopators dar. Auf diese Hypothese näher einzugehen erübrigt sich darum, weil die gesamte heutige Exegese darin einig ist, daß der Verfasser des III. Makkabäer nicht nur das Estherbuch, sondern auch seine griechisehen Zusätze bereits gekannt habe. . 5. Eine seit der Zeit der spanischen Allegoristen nicht mehr übliche Methode hat ferner der Würzburger Professor Scholz in seinem Estherkommentar zur Anwendung gebracht. Danach soll der Inhalt des Estherbuches nicht sowohl Geschichte als vielmehr Allegorie sein. Ahasweros

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