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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 696

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms
Date
1905-01-01
Page
Seite 696 (sequence 5)
Language
German
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696 Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms. והוא1) קבל מרבי׳ שמואל הנשיא אביו והוא קבל מרב יהודה והוא קבל מרי יעקב אב בית דין והוא קבל מרב היי גאון והוא קבל מרב קונטיאל והוא der wohl nach Lucca, der Heimat seiner Familie, benannt wurde, nach Mainz ausgewandert ist. Der in Mainz begrabene Meschuliam ben Kalonymos, den Epstein (Revue XXIV, 149) für unseren Meschuliam hält, kann dessen Enkel sein. Kalonymos ben Meschuliam hat gerade in der Zeit (ca. 1000) gelebt, in der nach neuerer Forschung die Ein- Wanderung der Kalonymiden nach Mainz stattgefunden habe (s. Bresslau, Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland I, 156 ff. Aronius das. II, 82). Diese Konjektur ist, ich gebe es zu, nicht einwandfrei, aber angesichts der Schwierigkeit, aus den Sagen über die Einwanderung der Kalonymiden von Lucca nach Mainz den geschichtlschen Kern herauszuschälen, verdient sie doch einige Be״ achtung. ף Von diesem Abu Ahron b. Samuel ha־Nassi, dem Lehrer des R. Salomo ha-Babli ben Jehuda (ca. 980) wird in der Traditionskette I erzählt, dass er aus irgend einem Grunde seine Heimat Ba״ bylönien verlassen musste, unstät und flüchtig umhergeirrt und nach Lucca gekommen sei, wo er Mose ben Kalonymos, der mit einigen seiner Verwandten von dem Könige Karl nach Mainz verpflanzt worden sei, in die Mysterien der Mystik eingeweiht habe. Diese Verschiedenheit der Zeitangabe eines und desselben Verfassers, die um ein Jahrhundert auseinandergeht, erhöht die Glaubwürdigkeit unserer Traditionskette nicht. Die von Neubauer veröffentlichte Chronik des Achiniaaz aus Oria in Süditalien (Anecdota Oxoniensia I, P. VI) erzählt von einem Manne namens Ahron, dem Sohne eines ehrsamen Müllers in Bagdad, der in der Mitte des neunten Jahrhunderts infolge einer Differenz mit seinem Vater aus seiner Heimat verbannt, nach Oria kam und hier wie in anderen Orten Italiens durch seine mystischen Künste Wundertaten verrichtete. David Kaufmann identifixiert diesen Ahron, für dessen Geschichtlichkeit er eintritt, mit unserem Abu Ahron (Monatsschrift 1896, 462 ff.). Diese Identifikation hat viel Bestechendes, aber Ahron tritt nach dem, was in der aus dem Jahie 1054 stammenden, legendären Chronik des Achimaaz über ihn berichtet wird, aus dem Nebel der Sage nicht heraus. Ein Schwärmer Ahron mochte wohl aus Babylonien zu einer Zeit, in der daselbst die junge, jüdische Mystik stärker sich zu regen begann, nach Italien, wo er einige Proben ihrer wundertätigen Kraft produzierte, eingewandert sein und daselbst viele Gläubige gefunden haben. Später wurden diese angeblichen Wundertaten im Munde der Leichtgläubigen, zu denen auch Achimaaz gehörte, übertrieben. Die Kabbala,

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