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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 695

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms
Date
1905-01-01
Page
Seite 695 (sequence 4)
Language
German
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Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms. 695 קבל טזקינו ר׳ אכון1) הגדול והוא קבל מרבינו יהודה והוא קבל מרבינו משלם והוא קבל מרבינו אלעזר והוא קבל טרבינו משה הגאון והוא קבל מדי תזדווס2) והוא קבל מרבי׳ קלונימוס אביו והוא קבל טובי׳ משלם (3הגדול והוא קבל מרבי׳ שלמה הבבלי והוא קבל מאבן (אבון .1) אהרן ג) Abuti der Grosse war nach Luria, Resp. 29, ein Nachkomme, nicht, wie es Gallia Judaica 363 infolge einer irrtümlichen Übersetzung heisst, der Sohn des R. Josef ha־Saken ben R. Simeon aus Mans ('צא מודעו של הרב רבי יוסף הזקן בן רבי׳ שמעון ממדינת מנש). Diese stelle ist eine der vielen Korrupteln des Responsum Lurias (s. Luzzatto, Kerem Chemed VII, 13 ff. Landshuth, Ammude ha-Aboda 11—13, 312.) R. Abun stammte wohl aus Frankreich. Ob und wann er nach Deutschland, etwa nach Mainz, dem Wohnorte seines Enkels, R. Simeon des Grossen, ausgewandert ist, wissen wir nicht. 2) Dieser Name, sonst טורדוס (Theodoros) kommt bei den Juden gewöhnlich in den romanischen Ländern vor. Wir begegnen ihm oft in Südfrankreich, besonders in der Genealogie der Kalonymiden von Narborane, die Karl der Grosse aus Babylonien dahin ebenso verpflanzt haben soll wie die Kalonymiden aus Lucca nach Mainz (Gallia p. 404). Die eine wie die andere Einwanderung hat einen geschichtlichen Kern, ist aber sagenhaft ausgeschmückt und in bezug auf die Zeit und Personen arg entstellt, erzählt worden. In der Familie der Kalonymiden aus Lucca, von der in der Traditionskette II offenbar die Rede ist, ist der Name Todros sonst völlig unbekannt. So mag in dieselbe aus Verwechslung der Narbonnensische Todros ben Kalonymos hineingeraten sein (s. Juchasin, ed. London, 84), wo איטליא in אישטייליה, Estella in Spanien, zu emendieren ist (Gallia 407). 3) Meschullam der Grosse, der Sohn des R. Kalonymos aus Lucca, hat gegen Ende des zehnten Jahrhunderts mit verschiedenen Gelehrten, unter anderen mit R. Simeon ben Isaak aus Mainz korrespondiert und sehr wahrscheinlich in Italien, etwa in Lucca oder Rom, gelebt, wornach er auch als Römer benannt wird (s. Rapoport, Biographie des R. Natan, Anm. 36 und des R. Hai Gaon Anm. 19. Einleitung zu den Rpn. der Geonim, Zunz, Literaturgeschichte 108, Graetz, Geschichte V, 218, Landshuth a. a. O. 265. Gross, Monatsschrift 1878 251. Müller in einer besonderen Abhandlung über unsern Meschullam, Berlin 1893). Für seinen Aufenthalt in Rom spräche auch die Angabe der Traditionskette II, dass er der Schüler des R. Salomo ha-Babli, das heisst wohl »des Römers« gewesen ist (Zunz a. a. O. 100, Gross a. a. O.). Wenn auch Meschullam der Grosse nicht in Mainz gelebt hat, so ist doch nicht ausgeschlossen, dass sein Sohn Kalonymos

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