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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 697

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms
Date
1905-01-01
Page
Seite 697 (sequence 6)
Language
German
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Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms. 697 קבל טר נחטיא והוא קכל מרב כהן צדק והוא קבל מרב ניווטה והוא קבל מרב עמרם אב בית דין והוא קכל מרב (?) בן רב יוסף הכהן והוא קבל מרב צמח בן רב בהנאי והוא קבל מרב מבשר והוא קכל מרב כהנא והוא קבל מרב צדק והוא קבל מרב שמואל והוא קבל מרב יהודאי גאון והוא קבל מרב אחי גאון והוא קבל מרב קומאי גאון והוא קבל מרב היי גאון והוא קבל מרב אהרן גאון והוא קבל מרב יוסף בן רב יעקב גאון והוא קבל welche als überlieferte Weisheit ihre Aussprüche oft durch die Berufung auf alte Autoritäten legitimiert, deren Geschichtlichkeit sie nicht prüft, oder die sie, wie wir es bei Mose Botarel finden, geradezu erdichtet, war froh, au die Persönlichkeit Ahrons anknüpfen zu können. Der Müllerssohn passte ihr nicht recht, und so verlieh sie seinem Vater, der vielleicht auch wirklich Samuel geheissen hat, die Würde eines Nassi. Sie hat ihn selbst zum »Vater aller Mysterien« (אבי כל הסודות, s. Cod. Paris 646, fol. 9, vgl. Revue a. a. O.) gemacht, in denen er bald im neunten, baLd im zehnten Jahrhunderte der Lehrer hervorragender Männer war. Unter diesen Mysterien versteht R. Eleasar aus Worms in den beiden Traditionsketten hauptsächlich die mystische Erklärung der Gebete. Von den Überlieferungen dieser Mystik ist in denselben die Rede. Daher sagt er in der Traditionskette II von den Amoraim Rab und Samuel, von denen doch allgemein aus dem Talmud bekannt ist, dass sie die Schüler des R, Jehuda ha-Nassi waren : לא נכתב ממי קבלו. Die Ausdrücke קבל מן bezeichnen bei R. Eleasar aus Worms nicht immer die Beziehung des Schülers zum Lehrer im gewöhnlichen Sinne des Wortes, bei der dann in der Regel das höhere Alter des letzteren vorausgesetzt wird, sondern meistens nur die Belehrung über Mystik durch einen andern, der ja selbst im gleichen Alter stehen könnte. Nur so lässt sich die Traditionskette II einigermassen chronologisch rechtfertigen. Dieselbe zählt von Jehuda dem Frommen bis Esra ca. 270 Glieder, die zusammen, wenn bei denselben das Verhältnis von Schüler und Lehrer im gewöhnlichen Sinne genommen würde, mindestens drei Jahrtausende umfassen würden. An chronologischen Sprüngen oder Anachronismen namentlich in bezug auf die gaonäische Zeit, fehlt es übrigens in unserer Traditionskette nicht. Es ist auch fraglich, ob alle Gelehrten dieser Zeit, die daselbst den Titel Gaon führten, auch wirklich Schuloberhäupter waren oder den Titel später bloss ehrenhalber erhielten. Diese Umstände erschweren die geschichtliche Verwerfung unserer Traditionskette, die in zweifacher Beziehung von Interesse ist, insofern sie mehrere Gelehrte aus der gaonäischen Zeit nennt, welche sonst nicht bekannt sind, und insofern sie in bezug auf die Namen der bekannten Männer jener Zeit einige Varianten bietet.

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