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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 694

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms
Date
1905-01-01
Page
Seite 694 (sequence 3)
Language
German
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694 Zwei kabbalistische Traditionsketten des R. Eleasar aus Worms. והקדוש1) והוא קבל מאביו רבינו קלונימוס2) הזקן והוא קבל מאביו רבינו יצחק והוא קבל מאביו ובינו אלעזר הגדול והוא קבל מאביו*) (?) רבינו יהודה הכהן שעשה ספר הדינין והוא4) קבל מרבינו שמעון הגדול והוא schritt 1885, p. 557). Worin diese Verwandtschaft R. Eleasars bestand, weiss ich nicht. ג) Diese Bezeichnung ist hier wie auch sonst öfter ein Ehrentitel (s. Zunz, Literaturgeschichte 335, Gross, Gallia 337). Samuel ben Kalonymos heisst auch החסיד oder wie mehrere seiner Ahnen bloss חסיד (s. Traditionskette I, bei Gross, Magazin I, 108, Monatsschrift 1881, S. 564). Samuel war ein namhafter Gesetzeslehrer in Speier (s. Epstein a. a. O.). 2) Kalonymos der Alte, der aus Mainz stammte, ist 1126 in Speier, wo er sich niedergelassen hatte, gestorben (s. Wiener, Monatsschrift 1863, S. 165, Epstein a. a. O.). Vor seinem Tode hatte er seinen im Knabenalter stehenden Sohn Samuel dem R. Eleasar Chassan zur Erziehung anvertraut, der denselben später in die ihm von dem genannten Kalonymos überlieferte Mystik eingeweiht hat (Traditionskette I). 3) Dieses Wort, ein Korruptel, ist zu streichen. R. Eleasar der Grosse (Mitte des 11. Jahrhunderts) war beim Tode seines Vaters Isaak ben Josua ben Abun des Grossen noch ein kleiner Knabe und wurde von seinem Verwandten R. Simeon dem Grossen in Mainz, dem Sohne des R. Isaak, eines Bruders des genannten R. Josua ben Abun erzogen (Traditionskette I). Dass er das Lehrhaus des R. Gerschom ben Jehuda »der Leuchte des Exils« (ca. 950—1028) in Mainz besucht habe (das,), ist nicht unwahrscheinlich. R. Jehuda ha־Cohen aber, der Verfasser des »Rechtsbuches«, ein Schüler des R. Gerschom, neben diesem und R. Simeon dem Grossen als massgebende rabbinische Autorität genannt (Or Sarua II, 125 a, s. Zunz, Literaturgeschichte 611), mochte Eleasar dem Grossen einige Belehrung in der Mystik gegeben haben, von der doch hauptsächlich in unserer Traditionskette die Rede ist, aber sein eigentlicher Lehrer auf talmudischem Gebiete war er nicht. Das geht aus der schroffen Opposition hervor, die R. Eleasar ihm in einer rituellen Entscheidung einmal gemacht hat (Pardes, S. 49a), Aus dieser Kontroverse folgt auch, dass unser Eleasar auch in Mainz als angesehener Gesetzeslehrer gelebt hat. Von da mochte er später nach Worms ausgewandert sein, wo er zusammen mit R. Jakob ben Jakar, dem Hauptlehrer Raschis, geweilt, hat (Pardes 31 c, s. Michael, Or ha־Chajjim 205). 4) Dieses Wort ist wohl in וגם zu emendieren, das sich aut Eieasar den Grossen bezieht.

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