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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 683

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai
Date
1905-01-01
Page
Seite 683 (sequence 17)
Language
German
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Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai. 683 fasist auch חירות als Ortsbestimmung auf; nach ihm gestaltet sich die Situation wie folgt: Von einer Seite Chiroth, von der anderen Migdol, das Meer vor ihnen, die Ägypter hinter ihnen. Pseudo-Jonathan hat diese zwei Aggadas, wie das seine Sitte ist, mit einander verquickt סומי דדרתא ist einfach die Übersetzung von סי החירות, und es ist nicht zu erweisen, dass das Targum damit Felsen meine1). מרבעיתא »viereckig« ist bereits ein Element der Haggada, ebenso דאתברייו בגווני בני נשא »die nach Menschenform geschaffen wurden«, was etwa dem Teil der Haggada, dass jenes Ding von Oottes Hand geschaffen wurde, Rechnung tragen will. Dann folgt: Mann und Weib zugleich, wie in der Haggada, ferner: »Die Augen hatten sie offen«, ebenfalls dem Midrasch entsprechend, und, nebenbei gesagt, Bestätigung der Leseart des Midrasch ha-Gadol. Jetzt folgt eine Schwenkung in das Gebiet Josuas : »Das ist der Ort Tanis« etc., also ist פי החירות nicht Götze, sondern Ort! So vereinigt das Targum auch noch die anderen im Midrasch enthaltenen Aussprüche, so, wenn er sagt, dass Baal Zephon allein von allen Gottesbildern Ägyptens übrig geblieben sei, mitsamt der bekannten haggadischen Begründung. Unsere Untersuchung gibt uns also das Resultat, dass חיראות, von einander nur durch einige Zeilen getrennt, im Midrasch ha־Gadol beidemal den Sinn »Götzen«, »Götzenbilder« haben. b Wie Levy, Targ. Wörterbuch I, 255 übersetzt. In Num. 33, 8, wo im Texte פני החירות steht, setzt Pseudo-Jonathan (ed. Ginsburger p. 293) «פונדקי חידת, also ist *תי bloss Wiedergabe des Text- Wortes. Den Vers vorher jedoch, wo im Texte פי החירות steht, übersetzt Pseudo-Jonathan mit פמי חירתא מרבעתא, also mit einer haggadischen Zutat. Exod. 14, 2 hat auch das Fragmententargum (ed. Ginsburger p. 32) פונדקי דדרתא. Raschi zu Exod. 14, 2 spricht bereits ebenfalls von zwei Felsen; man sieht also, dass diese Erklärung alt ist, dennoch scheint sie mir irrig zu sein.

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