Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 675 (sequence 9)
- Language
- German
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Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai. 675 47 und 52, ed. Hoffmann) סגנין (סגנון .1) שבהם auf Verkennung des Wortes סגנון (= signum vexillum) beruht, indem es als Militärcharge aufgefasst wurde, während es einfach Fahne heisst, so dass es שלהם pwo][he1ssen muss, wie es in der Mechiltha (ed. Weiss, p. 35 und 39) beidemal richtig steht (מגפות an erster Stelle 1. natürlich .(סגניות אנמנינוס (p. 44), in dem Satze אנטנינוס ■הוסיפה. Es handelt sich um die aggadische Auslegung von ושלישים על כלו (Exod. 14, 7). R. Simeon ben Gamliel will wissen, dass der Kriegswagen Pharaos ursprünglich mit je zwei Mann besetzt war; diesmal jedoch ist noch ein Mann beigegeben worden, um Israel leichter verfolgen zu können. Dann folgen die angeführten Worte: Manche aber sagen, Antoninus habe diese Vermehrung verfügt (das Suffix von הוסיפה scheint auf מרכבה zu gehen). Sachlich stimmt damit völlig überein jeruschalmi (Kilaim VIII, 2 folio 31c): Ursprünglich sassen auf dem Wagen nur zwei Mann, denn es heisst: Er liess ihn fahren במרכבת המשנה (Genes. 41, 43), da machte sich Pharao auf und machte drei daraus, denn es heisst: ושלישים על בלו; dann machte sich das böse Reich (Rom) auf und machte vier daraus. Was also im Midrasch ha־Gadoi im Namen Simeon ben Gamliels und der »Alii« mitgeteilt wird, ist im Jeruschalmi ein Satz und noch dazu ein anonymer. In der alten Mech. (p. 33, ed. Weiss) wird der letztere Satz dem R. Antoninus in den Mund gelegt. Man wusste mit diesem Tannaiten mit dem prononciert römischen Namen nichts anzufangen, weshalb man sich denn auf Emendationen verlegte1). Durch den neuen Text ist die Schwierigkeit glücklich aus der Welt geschafft; es handelt sich einfach um den römischen Kaiser Antoninus. Danach 1) Siehe Bacher, Ag. der Tann. II, 551, der Antigonos liest, ich habe (Lehnwörter II, 68) Antoninus beibehalten, was sich nun, freilich modifiziert, für richtig erweist. Das Gespräch zwischen Antoninus und Rabbi über Egypten (p. 48 Weiss, p. 64 Hoffin.) bedarf noch der Aufklärung. 43*