Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 674 (sequence 8)
- Language
- German
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674 Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai. אילת צפירה ist also eine Tautologie, eine Erscheinung, die bei Fremdwörtern leicht begreiflich ist, da man deren Ver-, ständlichkeit durch ein beigesetztes Wort sichern zu müssen glaubte1). Die Begriffe sUou, t׳Xat, alae habe ich bereits an mehreren Stellen des Midrasch vermutet (Lehnwörter II, 596). אכסלטימות (p. 93) ist ein wahrer Fund. Die Leseart מכסילמינוס, מכיוסטינוס der alten Ausgaben, die ich mit pzyiGTdLv&q wiederzugeben versuchte2), will in den Zusammenhang nicht passen. Die im Midrasch ha־Gadol gebotene Leseart erklärt sich leicht als vexillatio3), vexillationes mit der hebräischen Pluralendung4). In der alten Mechiltha ist also ein מ. in א, ein ו in b zu ändern: אכסילטיונס, in dieser rein lateinischen Form der des Midrasch ha-Gadol sogar vorzuziehen. Es sind aber veoöillum und vexillatio ganz dasselbe; sie bedeuten Detachements und vereinzelte Truppenteile5). Der Midrasch besagt also: All diese Einteilungen (in Gruppen von tausend, hundert, fünfzig etc.) haben erst vom zweiten Jahre (der Wüstenwanderung) an Geltung, nämlich als Moses vexillcc־ tiones in Israel6) aufstellen wollte, denn so heisst es: Ein jeder bei seiner Fahne7) noch den Zeichen ihrer väterlichen Häuser (Num. 2, 2). Im Anschluss daran sei noch erwähnt, dass I. Löw in T. Kilaim V, 26 unter Zugrundelegung der Leseart אנסילין bereits den Begriff vexilhm im rabbinischen Schrifttum gefunden hat (Lehnwörter II, 598), während ich nach Ms. Erfurt (Zuckermandel p. 80) הכליסים zugrunde lege und demgemäss erkläre. Gleichfalls sei hier noch erwähnt, dass die Leseart in der Mechiltha de R. Simeon ben Jochai (p. *) Nach Art von ארמל לופירק (Lehnwörter I, Einl. p. XXVII). 2) Lehnwörter II, 338 nach Vorgänge anderer. 3) Ähnlich auch Bacher, Ag. d. Tann. I2, 438: vexillum. 4) Vgl. für den Wortanfang אספסייגוס für Vespasianus. *־) Madvig, Verfass, u. Verwalt, des römischen Staates, II, 552. ®) להעמיד ...על ישראל ist nur gewählt wegen des Schriftverses: איש על דבלו. T) Mit dieser Angabe ist zu ergänzen, was ich über jüdische Fahnen geschrieben habe (Dr. Blochs Österr.Wochenschrift, 1904* S. 7).