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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 669

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai
Date
1905-01-01
Page
Seite 669 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Lexikalisches zur Mechiltha di R. Simeon ben Jochai. 669 Zeit Alexander Julius Tiberius getan hatte. Er kann, wie Flavius josephus, den Zusammenbruch des jüdischen Staatswesens lange überlebt haben, und so kann,er mit Gamjiel II, wie es die Haggada will, disputiert haben.. Der JVlidrasch ha-Gadol ist uns hier insofern von Nutzen, als .er di,e Leseart צבא, wenn auch in der Form von סבא, bestätigt. Im Texte des Midrasch ha-Gadol scheint übrigens etwas zu fehlen, lies אין [אדם] מתקנא; auch fehlt die Antwort auf die aufgeworfene Frage. א די ו ט (p. 23). Die daran geknüpfte Erklärung hat Hoffmann selbst, auf Veranlassung von F. Perles, zurückgezogen. Es muss natürlich דיוטא heissen, d. i. Stanroc,; Gefängnis. Das daneben befindliche דייפנטא muss derart korrumpiert sein, dass eine Erklärung vor der Hand unterbleiben muss. Bei radikaler Korrektur würde ich dafür 1דיוטורין) vorschlagen, das ich in Lehnwörter II, 199 für §sa׳.T71׳r^0v erklärt habe. Es ist ein von &gutoc abgeleitetes Wort und hier recht passend. Beide griechischen Wörter bedeuten zunächst die Wohnstube, dann auch das Schiedsrichteramt und hier das Lokal, in welchem die Angeklagten interniert waren, bevor das Urteil über .sie gefällt wurde, hernach kam das Gefängnis. Unser Midrasch gibt also eine Gradation: שבי bedeutet die cKoutoc, das Lokal der Voruntersuchung; בית, leicht zu בית האסירים ergänzt, bedeutet das eigentliche Gefängnis, dabei gibt es ein Fesseln, darum חבוש בבית האסירים, während früher nur נתן בדיוטא, und dieser Ausdruck kehrt an dritter Stelle wieder: הבור זה שנתון בד, zum Beweise, dass die zwei Ausdrücke identisch sind, denn &(oclt<x und §tatT7vr/^Qv sind dasselbe, nur variiert der Midrasch die Ausdrücke, wie der Schrifttext selbst. Das vorhin erwähnte דיוטורין kommt in Genes. Rabba x) -דיי oder -דיו bleibt (auch דיוטא wird sehr oft דייטא orthographiert); es haben jetzt die Buchstaben ö (auch in אדיוט ist eine Versetzung eingetreten), ו (nicht נ) und ר (nicht פ) zu folgen; א ist statt ין gesetzt aus Analogiebildung.

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