Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zwei alte Abothkommentare
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 645 (sequence 5)
- Language
- German
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Zwei alte Abothkommentare. 645 In dem Vorwort nennt Joseph die Q u e 11 e n, aus denen er das Material für die Erklärung der Miscbna Aboth geschöpft hat. In erster Reihe nennt er Aboth di R. Nathan3) und die im T a 1 m u d zu findenden Aussprüche (מאבות דר׳ כתן, גנת ביתן, והמפוזר בתלמוד הנעים, נטע שעשועים). Dann neunter die alten Geonim und die späteren Fürsten des Wissens (הגאונים הקדמונים, והשרים האחרונים), unter diesen mit Namen die weiter unten zu nennenden zwei Verfasser von Abothkommentaren. In dritter Reihe nennt er als Quellen »die Worte der alten nichtjüdischen Weisen: der Philosophen Griechenlands, sowie die Werke der Späteren« (ומדברי חכמי אומות העולם הקדמונים,, ופילוסופי* יון והבורי האחרונים). Endlich gibt er als Quelle von Zutaten an, BaraithasundMechiltha’s, wie zum Beispiel: דרך ארץ רבא וזעירא, sowie דרך ארץ דבן עזאי. Dßmit spielt er in erster Reihe auf den grossen Anhang zum IV. Perek an (1436—150 a), der mit den Worten schliesst: אלו הן המוסרים שאספנו מן הברייתות הקטנות מפני שהם מעניין זאת המסכתא . . . .. Innerhalb dieses Anhanges findet sich ein Stück, das mit den Worten beginnt (144 b): דרש ד שמעון בן אלעזר במדרש הגדול שלו. Damit ist aber nicht etwa ein grosses Midraschwerk des Tannaiten S. b. Eleazar zitiert, sondern במדרש steht statt בבית המדרש, wie aus der Quelle des Ausspruches (Aboth di R. N. c. 48) ersichtlich ist* 2). Von den beiden durch Joseph b. Jehuda benützten Abothkommentaren war der eine, der von Isaak b. Reuben, bisher nur in den bereits erwähnten Mitteilungen im Magazin (XV, 106) genannt; und zwar ist, dort aus einem anonymen handschriftlichen Abothkommentar *) Dieses Werk ist nach dem Texte der ersten, gewöhnlichen Version benützt. Vgl. Schechters Einleitung in seiner Ausgabe p. X, 2) Zu V, 5 (155a) steht ein Zitat aus der Mechiltha des R. Simon, mit der Einführung: ,ובמכילתא דרי שמעין גרכןי. Es ist die in Holtmanns Ausgabe (Frankfurt am Main 1905) zu Exod. 14, 16 zu lesende Liste der Wunder am Meere, mit beträchtlichen Varianten.