Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 629 (sequence 5)
- Language
- German
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Besprechungen. 629 ist; so R. Mose aus Salerno und einer der bekanntesten und riicksichtslosesten Apolegeten Joseph ben Natan Offizial, genannt המקנא der Eiferer, und andere mehr, — Einem grösseren Zeitraum ist Kap. X gewidmet (S. 155—205), in dem dargestellt werden: l.Die maimonidische Schule mit Abraham Maimuni, David Kimchi und Levi aus Villefranche. 2. Die Rationalisten, mit dem auch als Maistre Leon bekannten Philosophen R. Levi hen Gerson, dem sehr freisinnigen Elieser ben Nathan Aschkenasi aus Ägypten und dem sehr mutvollen R. Aron Abulrabi aus Katania, dessen Pentateuchkommentar ganz herausgegeben zu werden verdiente. 3. Die kabbalistische Schule, deren erster Wortführer Mose Nachmani ist, und die zunächst im Sohar ihr System niedergelegt hat, und dann Vertreter wie Bachja b. Ascher, Jakob ben Ascher, Joel Ibn Schoeib, Abraham Saba aufweist. 4. Die gläubigen Religi onsphilosophen, beginnend mit R. Nissim ben Rüben aus Gerona, ferner Joseph Albo, Isak Arama, der Verfasser des populären Akedath Jizchak, und der sehr produktive, seiner Liebe zu den Glaubensgenossen auch seine Stellung opfernde Don Isak Abarbanel. Den Schluss dieser Periode bilden ein arabischer Übersetzer, der sögenannte Arabs Erpenius, und der sogenannte Graecus Venetus, wie auch einige jüdische Erklärer, wie Salomo Urbino und andere, die aber nur Bekanntes wiederholen. Die in dieser Epoche zusammengefassten Autoren begeben sich auch zum Teil auf das Gebiet der Polemik, wie Abraham Maimuni, der eine Unterredung mit Christen mitteilt. Von besonderen Erklärungen seien hervorgehoben die des Levi aus Villefranche, der לא יסור mit »es wird nicht heranreichen« übersetzt, das heisst: es wird keine rechte Herrschaft aus Juda hervortreten, bis שילה kommt, ferner die des Elieser Aschkenasi, nach dem letzteres Wort sowohl dem Zahlenwert nach; als auch im Sinn von שילו, auf Moses zu beziehen ist, der in seiner Bescheidenheit seinen Namen nicht nennen wollte, alsdann die des Nachmam, der יקהת von קהה »stumpf machen« ableitet, das heisst: bis Judas Sohn die Völker schwäeben wird. Auch der Sohar operiert mit der Gematria von שילה für Mosche, ebenso wie Jakob ben Ascher mit Zahlenspielereien die talmudisch-midraschischen Erklärungen in die anderen Worte hineindentet. Auch bei Abraham Saba kommen Gematrias vor, ausserdem wird שילה in defektiver Schreibung als Notarikon für שיש לי מהלכות angewendet; ferner zitiert er die Erklärung, wonach שילה mit שלה »fehlen, ein Versehen begehen« zusammenhängt, dass heisst : dass, sobald sein Vergehen hervortrat, sein Einfluss unter den Völkern geschwächt werden sollte, also יקהת von קהה. Die unter Nr 4 genannten Autoren verbreiten sich in den bereits bekanten messianischen Ausführungen. Arabs Erpenius und Graecus Venetus erklären, מחוקק