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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 5 · p. Seite 627

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1905-01-01
Page
Seite 627 (sequence 3)
Language
German
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Besprecht! Eigen. 627 deutet, bald in dem Sinne von Onkelos, bald auf den Messias, bald auf den Propheten Achija bezogen. In Kap. IV. (S. 48—98) lernen wir die Ansichten der Kirchenvater kennen, und zwar die der altkatholischen Väter, beginnend mit Andeutungen im Neuen Testament, und der grossen Kirchenlehrer in den verschiedenen abend- und morgenländischen Kirchen bis zum Jahre 600. Bemerkenswert ist hierbei, dass diese alle natürlich die Weissagung auf Christus beziehen, und Hieronymus in der Vulgata ,שילד so übersetzte, als lautete es שלוח »der zu sendende, mittend!׳ss während die übrigen Kirchenlehrer es im Sinne der Septuaginta auffassen. — Kap. V (S. 99 -104) handelt von der gaonäisehen Zeit, besonders von Saadia, der ,שילד ebenso wie Onkelos deutet, und יק.דת mit »sich versammeln« wiedergibt, und einem der letzten Gaonen Samuel Ibn Chofni. Dieser berichtet, dass manche שילד von נשל verstossen, ausziehen, ableiten, und es sich auf Nebukadnezar beziehe; er selbst erklärt es im Zusammenhang mit שליד Nachgeburt, also als »sein Sohn«! — Kap. VI (S, 105—114) zeigt uns die Ansichten in der Exegese der spanischen Glanzperiode, beginnend mit den von einem mohammedanischen Pole ruiker mitgeteilten Äusserungen des Samuel ha-Nagid, ferner die Erklänjng des grossen Grammatikers und Lexikographen Ibn Ganäh. der ,שילד auch als »Sohn« auffasst. Bemerkenswert sind die verschiedenen Erklärungen des Abraham Ibn Esra, der, in dem längeren Kommentar, gegen die christliche Auffassung polemisierend, die Worte עד כי יבא שילד als Steigerung des im ersten Satzglied Ausgesprochenen auffasst, da sonst der Segen ja als hiermit abbrechend erscheinen würde. Im kürzeren Commentar hingegen erklärt er שילד als »sein Sohn«:, mit ,שלד »auswerfen« zusammenhängend, und יקדת mit »gehorchen«, gleich יקדת in Prov. 30,17. Bei Maimonides, mit dem diese Periode geselltessen wird, finden sich nur historisch-halachische Erörternngen über die Machtbefugnisse der Resch-Galuthas. -־ Das Kap. VII (S. 115—125) führt uns die sogenannten Darschanim vor, als deren ersten wir R. Mosche ha־Darschan begegnen. Während die Erklärung des Anfanges des Satzes in den verschiedenen Rezensionen überein stimmt und zwar im hauptsächlich messianis ehern Sinn, wird ולו יקדת עמים in seinem Namen bald in der Bedeutung ״Schwächung der Völker«, von ,קהד stumpf sein, bald »Gehorsam«, bald »Versammlung der Völker« überliefert. In den Spuren ihrer Vorgänger wandeln R. Tobia b. Elieser, Verfasser des LekachTob, Menachem ben Salomo, Verfasser des Sechei Tob und Eben Bochan und andere, nur, dass erstere in שלה einen zum Teil mit Dan. 12,12 übereinstimmen־ den Zahlenwert erblicken. In Kap. VIII (S. 126—136) lernen wir die Ansichten der nordfranzösischen und deutschen Exegeten kennen, deren 40*

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