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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 5 · p. Seite 626

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1905-01-01
Page
Seite 626 (sequence 2)
Language
German
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626 Besprechungen. Darstellung der Spuren der ältesten Auslegung, und zwar zunächst von Ezech. 21, 30—32, wo die Weite עד בא אשר לו המשפט ונתתיו verschiedenen Exegeten Anlass geben zu einer Gedankenverbindung mit עד כי יבא שילה, ferner Psalm 78,59—61 und 67—71, wo besonders V. 60 ויטש משכן שילה einen Anknüpfungspunkt bot, alsdann die Stelle I Chronik 5,1—2, die von Juda's Principat handelt; weiterhin Flavius Josephus, der im Bellum Judaicum VI, 5,4 die Weissagung von der Herrschaft Juda’s als Ursache zum Aufstande des Jahres 67 angibt, während sich dieselbe eigentlich auf Vespasians auf den Schlachtfeldern von Judaea erworbene Kaiserwürde beziehe, eine Ansicht, die auch in der bekannten Erzählung von R. jochanan b. Sakkai in Babli Gittin 56b zum Ausdruck kommt; schliesslich seien hierbei noch zu nennen die Assumptio Mosis, die mit ihrer Gleichstellung von משה שילה nach dem Zahlenwerte an die spätere jüdische Exegese erinnert, und die Schrift »Die Testamente der zwölf Patriarchen«. Kap. II (S. 20—31) ist den alten Versionen gewidmet, und zwar : der Septuaginta, wobei die verschiedenen Citate des ^־a •a7w0x,si|JL£va abtc5 nach alten und neuen Quellen besprochen werden, Aquila, in dessen Übersetzung uns die Wiedergabe von שילה fehlt, Symmachus,Theodotion, demTargumOnkelos, dessenÜbersetzung wohl auf einer sehr alten Überlieferung beruht, indem der erste Versteh schon als Gebet des Hohenpriesters am Versöhnungstage vorkommt, und der wohl für שילה gdesen haben mag שלו »dem gebührt« sc. die Herrschaft, dem Targum jeruschalmi und Pseudo-Jonathan, bei denen sich die messianische Hoffnung deutlich in ihrer Übertragung ausdrückt, der Peschitto, deren Auffassung sich der des Onkelos nähert, und nach manchen syrischen Kirchenlehren vollständig mit diesem übereinstimmt, und dem samaritanischeu Targum, das anstatt רגליו wohl דגליו »seine Schlachtreihen« gelesen hat und שילה mit dem vieldeutigen שלה wiedergibt. Kap. III (S. 32—47) führt uns in die jüdische Traditionsliteratnr, deren Anschauungen über den Ausspruch JakoÜs wir hier kennen lernen bei denTannaiten, den Amoräern und den Midraschim, wie Bereschit Rabba, den Rezensionen des Tanchuma und jüngeren Sammlungen, darunter Agadath Bereschit, Midrasch ha־gadol und Midrasch 11a־chefez. Bei diesen allen wiegt die Auffassung vor, dass es sich im ersten Satzteil um die Exilsfürsten, שבט מיהודה, und die in Palästina als Patriarchen und Synhedrialpräsidenten wirkenden Nachkommen des auch von David abstammenden Hillelitischen Hauses — ומחקק מבין רגליו — handele,, während einige, wie das Siphre zu Deut, es auf die Quaderhalle, in dem das Synhendrion tagte, und auf den in Josephs Gebiete stehenden Tempel in Schilo beziehen. Die Worte עד כ‘ ‘בא שילה werden verschiedentlich ge־

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