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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 5 · p. Seite 625

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1905-01-01
Page
Seite 625 (sequence 1)
Language
German
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Besprechungen. 625 Posnanski, Dr. Adolf. Schiloh. Ein Beitrag zur Geschichte der Messiaslehre. Erster Teil. Die Auslegung von Genesis 49,10 im Altertume bis zum Ausgang des Mittelalters. XXXIII u. 512 S., u. LXXV1 S. Textbelege. 8°. Leipzig, J. C. Hinrichs. 1904. Das Sehnen der Judenheit, das immer der messianischen Erlösung galt, wie der sich oft überhebende Triumph der Christenheit, die sich als glückliche Besitzerin der durch sie erfüllten Heilswahrheit fühlte, kommen besonders zum Ausdruck in der Erklärung des Verses Genesis 49,10 im Segen Jakobs. Fast könnte man vielfach bei der Geschichte der Auffassung dieser Worte das Goethesche Wort anwenden : »Und legt ihr nicht aus, so legt ihr unter«, wenn man besonders die christologischen Deutungsversuche in Betracht zieht. Die Entwickelung der Erklärung des vielgedeuteten Verses bis zum Ausgang des Mittelalters, gibt uns nun im umfassendsten Sinne das vorliegende Werk. In erschöpfender Weise führt uns Posnanski die gesamte einschlägige jüdische — sowohl die rabbanatische als auch karaitische —, christliche und samaritanische Exegese vor, wie auch die Äusserungen der mohammedanischen Schriftsteller von den ältes־ ten Zeiten bis zur oben genannten Epoche. Nachdem uns der der Wissenschaft zu früh entrissene Zimmels in seiner sehr anregend geschriebenen, aber leider unvollendet gebliebenen Studie : Zur Exegese des Verses לא יסור im Magazin etc. 1890 fgg. eine orientierende Obersicht über die Auslegungen dieser Weissagung gegeben, bietet uns Posnanski das ganze Material, indem er die Quellen selbst sprechen lässt. Nach dem Vorwort S. V—VI folgt die Inhaltsangabe S. VII—XXVIII, dann die eigentliche Darstellung S. 1—456, fernem von S. 457- 509 Register, und zwar eines der verschiedenen Schreibungen und Lesearten, eines der Zitate ans der Bibel, den Apokryphen, dem neuen Testament, Talmud und Midraschim, ein Namensregister, endlich S.510— 512 Berichtigungen. In einer besonderen Paginierung, S. 1—LXXV1 werden uns die in dem Werk behandelten hebräischen und arabischen Texte, letzere in hebräischen Charakteren, gegeben. Der überaus reiche Inhalt der Darstellung sei in folgendem näher skizziert: Einleitung S. 1—3 behandelt die verschiedenen Lesarten der einzelnen Worte in Gen. 49,10 nach den codd. Kennikott und de Rossi, wobei besonders zu erwähnen sind die verschiedenen Schreibungen von שילה, das ein jüdischer Massoret Abraham Mose ha-Kohen aus Bologna (erste Hälfte d’°s XVI. Jahrhunderts) שלה las. Kap. 1 (S. 4—19) enthält eine Monatsschrift, 49. Jahrgang. 40

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