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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 5 · p. Seite 519

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 5
Article
Esther
Date
1905-01-01
Page
Seite 519 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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Esther. 519 zu erklären, Auch Schwall y1), Drive r2), und Siegfried3) meinen, es sei dies aus den Verhältnissen zu erklären, aus denen das Buch entstanden ist. J. S. Reggio4) ist der Ansicht, dass die Intriguen Hamans, den Septuagintazusätzen zufolge, nicht bloss für die Juden, sondern auch für das ganze persische Reich gefahrdrohend waren. Ahasveros habe dann demgemäss die Feierlichkeiten für das ganze Reich angeordnet und Mordechai das jüdische Fest dem allgemeinen Volksfeste entsprechend gestaltet. Dem zuliebe sei auch die Purimschrift unreligiös gehalten. Nun schöpft aber Reggio seine Meinung gerade aus den griechischen Zusätzen der Septuaginta, und diese sind ja gerade so überschwänglich religiös gehalten. Nach Herzfeld, Geschichte Israels, Exkurs 10, hätten Esther als Königin und Mordechai als Grossvezier in einem Staate, in dem die fanatischen Magier so grossen Einfluss besassen, später noch, auch nachdem sie ihre jüdische Herkunft hatten kundtun müssen, sich immer noch genötigt gesehen, wenigstens ihre Zugehörigkeit zur jüdisehen Religion zu verheimlichen. Daher hätte die von ihnen verfasste Schrift, welche im persischen Reich verbreitet werden sollte, nichts jüdisches enthalten dürfen. Aber neben den vielen anderen Schwierigkeiten dieser Annahme begreift man nicht, warum derselbe Mordechai, so oft er seinen Namen nennt, niemals unterlässt das Attribut יהודי hinzuzufügen. Öttli (bei Strack-Zöckler) sagt: »Kein Zweifel, der Verfasser und seine Helden sehen Gotteswalten und auch der Leser soll es sehen; ausgesprochen aber wird es nicht. Dieses Schweigen erklärt sich teilweise aus der Scheu der späteren Zeit, das Heilige vor allen Augen zu b Das Leben nach dem Tode 43 f. 2) Einleitung ins Alte Testament. 3) Nowack BC. 1901, 137. 4) In seinen Prolegomena zu Esther 1868.

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