Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Bericht über die am 13. Juni 1905 in Breslau stattgefundenen Sitzungen der Kommission zur Herausgabe der Germania judaica
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 510 (sequence 3)
- Language
- German
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510 -•Protokolle. Süden des deutschen Reiches vorhanden waren und etwa vom XII. Jahrhundert ab allmählich in Mitteldeutschland und etwa vom XVI. Jahrhundert ab im Osten Deutschlands in stetig wachsender Anzahl entstanden sind, so wird das Arbeitsgebiet in drei Abteilungen .zerlegt: I. von den ältesten Zeiten bis zum Erlass der Judenordnung Kaiser Friedrich II (1238); II. vom Erlass des Fridericianum bis zum Beginn der Neuzeit (1238—1500); III. Vom Beginn der Neuzeit bis zu den Wiener Verträgen (1500—18L5); Brann wollte die erste Periode mit der Entstehung der Kammerknechtschaft (zirka 1200) abschliessen; auf Antrag Blochs wurde jedoch obige Fassung angenommen. 5. Bei der Bearbeitung erhält zunächst jede deutsche Judengemeinde einen besonderen Artikel. Alle Nachrichten, die sich auf die äussere und innere Geschichte der Gemeinde und auf die hervorragenden Männer, die in ihr gelebt haben, beziehen, sind in chronologischer Reihenfolge darzustellen. Unter äusserer Geschichte sind die Entstehung, die öffentlich - rechtliche Stellung, die Mitgliederzahl, die Vernichtung der Gemeinde, unter innerer die Statuten, die Verwaltung, die Gerichtsbarkeit, das Unterrichtswesen, die religiösen Anstalten (Synagoge, Bad, Friedhof), die wirtschaftliche Lage der Gemeindemitglieder, die Vereine zu verstehen. Ats hervorragende Männer sind zu berücksichtigen die Sachwalter, die Vorsteher, die Schriftsteller, die Leiter der Lehranstalten, die Rabbiner, die sonstigen Gelehrten und die Mitglieder der berühmten Geschlechter, insoweit sie für die Geschichte dieser Geschlechter von Wichtigkeit sind. Ausnahmsweise sind auch die Personen, welche die ersten oder die einzigen Juden an einem Orte waren, zu nennen. Personen, die an verschiedenen ׳Orten gewirkt haben, oder die im Auslände gestorben sind, sind ausführlich bei der Geschichte derjenigen Ortschaft zu behandeln, wo sie in höherem Lebensalter ihren Wohnsitz hatten (z. B. Isr. Bruna -s. v. Regensburg, Jakob ha-Lewi s. v. Worms, Lipmann Heller s. v. Prag usw.). Schluss der Sitzung 2 Uhr. Zweite Sitzung nach mittags 4 U h r. In dieser Sitzung wurde über die Anlage des Werkes weiter verhandelt und die Arbeitseinteilung besprochen. Man kam zu folgenden Beschlüssen: