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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 4 · p. Seite 422

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 4
Article
Esther
Date
1905-01-01
Page
Seite 422 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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422 Esther. רשאי לחדש דבר »Kein Prophet (nach Moses) darf Gesetzesneuerungen machen,« lässt sich ungezwungenerweise nur auf die Einsetzung eines Festes, nicht aber auf die kanonische Aufnahme eines Buches beziehen. Alle Propheten nach Moses haben ja ihre Schriften in den Kanon auf nehmen lassen. Ferner bleibt es, nach unserem Autor, der den Jeruschalmi nur auf die Kanonisierungsfrage bezieht, unbegreiflich, warum der Jeruschalmi den Einwand von שילשים ולא רבעים unerwähnt lässt? Kahana in seinem 1878 מבוא למגלח אסתר, meint, der Bericht des Babli sei entschieden der echtere, weil die aus den Worten “״כתוב זאת זברון entnommene Andeutung sich nur auf das biblische Niederschreiben des Buches, nicht aber auf eine Einsetzung des Festes beziehen könnte. Frankel dagegen möchte MS. 1871, den Jeruschalmibericht für den korrekteren ansehen, weil dieser Bericht im Midrasch Ruth III eine Parallele hat. Eine tiefere Betrachtung dürfte jedoch zeigen, dass zwischen den beiden talmudischen Erzählungen kein Wider- Spruch besteht und dass sämtliche genannte Schwierigkeiten leicht zu beseitigen sind. Gehen wir zuerst auf die Version des Babli ein. Raschi mit seiner Interpretation zu Megilla 7 a: ,/שלשים ולא. רבעים בשלשה מקומות יש לנו להזכיר מלחמת עמלק בספר ואלה ־שמות י״ז ובמשגה תורה כ״ה ובספר שמואל א׳ ט״ו ואי אתה רשאי לרבעו". »Dreifach und nicht vierfach,« das heisst nur dreifach darf der Krieg gegen Amalek erwähnt werden aber nicht vierfach, und zwar in Exod. 17, in Deutr. 25 und in 1 Sam. 15, »du darfst ihn aber nicht vierfach erwähnen« gewährt nicht die geringste Befriedigung; denn man wüsste erstens gar keinen Grund, warum die Geschichte Amäleks nur dreimal und nicht viermal erwähnt werden durfte, und zweitens kann obgenannter Vers in Spr. 22,20, wie schon vön R. Jacob Josia in seinem פני יהושע zur Stelle Babli Megilla ibid. richtig bemerkt wird, seinem Zusammenhänge nach keines-

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