Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Esther
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 418 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Job 1× ep/1005326
- Origen 1× ep/1025440
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418 Esther. die Sprüche Salomos werden genannt Miloth [?] Ecclesiastes wird genannt Koheleth; Lied der Lieder wird genannt Sirsirim; Isaia Jisaja, Irmia mit seinen Klageliedern Acharmea, Daniel Daniil, Chaskiil Chaskiil, Ijob Ijob, Esther Esther.« Hier sollen nun nach der Angabe des Origenes selbst 22 Bücher folgen, aber in Wirklichkeit sind es nur 21, da er doch Jeremias und Klagelieder als ein Buch zählt; und sollten diese selbst als zwei Bücher gezählt werden, so wäre es doch undenkbar, dass Origenes die zwölf kleinen Propheten nicht als kanonisch mitgezählt hätte. Bemerkenswert ist auch, dass die Peschitta, die sich auch nach der hebräischen Bibel richtet, kein einziges Apokryphon kennt, das Estherbuch aber unter den biblischen Büchern nennt. IV. Von weit grösserer Bedeutung sind die direkten Zeugnisse über die Beurteilung des Estherbuches seitens der Rabbinen, die in der talmudischen Literatur selbst enthalten sind, sie lauten folgendermassen. (Vgl. Jeruschaimi Megilla מה עשו מרדכי ואסתר כתבו אגרת ושלחו לרבותינו שכן אמרו :(5 ,1 מקבלים אתם עליכם שני ימים הללו בבל שגה ושנה, אמרו להן לא דינו הצרות הבאים עלינו אלא שאתם רוצים להוסיף עלינו עוד צרתו של• המן, חזרו וכתבו להן אגרת שגיר. הה״ד לקיים עליהם את אגרת הפורים הזאת השנית, מה היה כתוב בה אם מדבר זה אתם טתיראים הרי היא כתובה ומעלה בארכים. הלא הם כתובים על ספר ד״ה וגר. ר׳ שמואל בר גחמן בשם ר׳ יונתן שמנים וחמשה זקנים ומהם שלשים וכמה נביאים היו מצערים על הדבר הזה אמרו כתיב אלה המצות וגר. אלה המצות שנצטוינו מפי משה, כך אמר לנו משה אין נביא אהר x) Die Beurteilung des Estherbuches seitens der späteren Christliehen Gelehrten wie Athanasius, und im Verzeichnis des Jambl. ad Seleucum, sowie in der Synopsis scripturae sacrae und bei Junilius in Instituta regularia divinae legis, kommen für unsere Darstellung nicht in Betracht, da diese Gelehrten nicht unter jüdischem Einfluss.standen. Sie bezeugen umgekehrt, dass bei den Juden das Buch kanonisch ist. Übrigens stammen diese Urteile aus dem 4. bis 6. nachchristlichen Iahrhundert.