Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 371

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1905-01-01
Page
Seite 371 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829787-2829791-2886112--33753-2886243
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Besprechungen. 371 Tm Zusammenhang mit Maimonides ist auch zu nennen, sein Schüler Joseph ben Jehuda, nach St. und anderen identisch mit Joseph Ibn Aknin, der, als Arzt in Aleppo im ersten Drittel des XIII. Jahrhunderts wirkend, viele Schriften verfasste, u. a. eine Einleitung in den Talmud und eine Abhandlung über die «Heilung der Seele», woraus einige Kapitel bekannt sind, besonders das. 27. פרק התלמיד והמלמד והמתלמד, vom Schüler, Lehrer und Lernenden, das Giidemann im arab. Original mit deutscher Uebersetzung veröffentlichte (im Anhang zur Qesch. des Erziehungswesens. Bd I), und Referent teilweise ins Hebräische, in der Sokolow-Festschrift, übersetzte. In den Spuren •des Maimonides versuchte zu wandeln Tanhüm b. Joseph aus Jerusalern, der letzte Vertreter des wissenschaftlichen Strebens im Orient in der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhundert, der in arabischer Sprache Kommentare zur Bibel, auch ein Wörterbuch des Neuhebräischen, Murschid, verfasste. Von einiger Bedeutung in literarhistorischer Hinsicht sind noch Isaak b. Samuel S’fardi in Palästina und Abraham b. Salomo, vermutlich in Yemen, beide im letzten Drittel des XIV. Jahrhdrts., die Kommentare zu den Propheten u. Hagiographen verfassten; des letzteren teils in hebr. teils in arab. Sprache verfassten Kollektaneen bieten besonders wichtiges aus älteren Schriftstellern. Das Kap. V. (§ 206—222, p. 255—268) ist der Neuzeit gewidmet, aus der nur hervorzuheben wäre: Jakob Roman aus Konstantinopel, im Jahre 1650 in Jerusalem gestorben, der mehr als Kopist und Sammler hebr.-arab. Mss. denn als Schriftsteller anzusehen ist; höchstens, dass er aus arab.-lürk. Lexicis ein hebr.-arab. Wörterbuch zusammenstellte. Die übrige Literatur der Juden in arab. Sprache ist fast aus- -schliesslich liturgischer Natur. Hier ist nur zu nennen eine Sammlung von Synagogal- und Gelegenheitsdichtungen, die zum grossen Teil von 'Schalom ben Josef Schibzi in Yemen herriihren, z. T. auch von älteren Dichtern. Ausführlichere Angaben über diese Liedersammlung, die auch durch die gemischte Sprache bemerkenswert ist, hat in dankenswerter Weise uns Bacher in der Festschrift für A. Berliner gemacht. Im Kap. VI. (§ 223—235, p. 268—272) werden Autoren aus unbestimmter Zeit vorgeführt, von denen etwa aus älteren Zeiten nur ein anonymer, vermutlich karäischer Exeget zu nennen wäre, während Kap. VII (§ 236, p. 273—306) Anonyma ohne bestimmte Daten behandelt. In diesem Abschnitt sind 7 Abteilungen den verschiedensten Gegenständen gewidmet, 11. zwar: 1.Betitelte Schriften, darunter ein hebr.-arab. Lexikon, Halachisches. philosophische Abhandlungen und Erzählungen. 2. Bibel- Übersetzungen und -Kommentare, worunter auch eine dem Saadia zugeschriebene Paraphrase des Dekalog. 3. Sprachkunde, mit mehreren .belanglosen Glossaren und Grammatiken, 4. Kommentare, besonders 24*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.