Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2829132-2829787-2829791-2886112--33749-2886239- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Besprechungen. 367 zöge für die jiid.-arab. Literatur gegeben sind, mit der chronologisehen Zusammenstellung aller derjenigen jüdischen oder von Juden ab stammen den Gelehrten, die in arab. Sprache geschrieben haben. Es ist die sog. lexikalisch-biographische Form gewählt worden, indem nach kurzen biographischen Noten die Werke der betreffenden Autoren aufgezählt werden, denen kurze Bemerkungen und die benutzten Quellen angefügt werden. Erhöht wird der Wert des Werkes durch eine Einleitung (p. XI—L), in der in XVII Abschnitten gehandelt wird : über den Einfluss des Arabischen auf die Kultur, Sitten, auch religiösen Eigentümlichkeiten der Juden, über deren Stellung zum Arabischen, über die zeitliche und Örtliche Ausbreitung und Dauer der jüdisch-arab. Literatur, den Inhalt derselben, einige Äusserlichkeiten in literarischer nud sprachlicher Hinsicht. Es wird ferner der Einfluss auf die wissenschaftliche Ausgestaltung des Judentums kurz behandelt und auf die Arabismen bei hebräisch schreibenden Autoren hingewiesen. In Abschnitt XVI erfahren wir SPs von Jugend an geplante Arbeiten auf dem Gebiete der jüd.-arab. Literatur, die aber immer wieder durch die grossen Kaialogbearbeitungen, wie auch die *epochemachenden Schriften über die Übersetzungen zurückgedrängt wurden, in denen jedoch schon ein Teil der ursprünglichen Pläne vorläufig ausgeführt wurde, während nun in diesem Buch über die arab. Literatur der Juden »der wichtigste jud. Literaturkreis als Selbstzweck zur Darstellung kommen soll.« In Abschnitt XVII wird die Anlage dieses Werkes kurz besprochen, bei dem der Autor sich gleichfalls der aufopferungs- und verständnisvollen Mitarbeit des Fri. Goldberg zu erfreuen hatte, die in den letzten Zeiten dem Meister bei der technischen Seite seiner Arbeiten, besonders hinsichtlich der Ausarbeitung der Register, hilfreich zur Seite steht und somit auch den Dank der Freunde der Wissenschaft reichlich verdient, p. LI—LIV enthält ein Verzeichnis der gebräuchlichsten Abkürzungen. Der eigentliche Hauptteil der Arbeit behandelt in Cap. I. (§ 1—16, p. 1 — 12) die Juden in Arabien, die zunächst als Dichter .auftraten, — worunter die bekanntesten sind Samuel b. Adijah in der Mitte des VI. Jahrhunderts, Asmä und Rabi, dessen Familie im Kampfe gegen Muhammed eine grosse Rolle spielte, —aber auch sich als Gelehrte betätigten, die z. T. den Islam annahmen, so z. B. Abd Allah b. Saläm abu’-FHarith, gest. 633/4, der den Propheten betreff der Kenntnisse des Judentums inspiriert haben soll, Ka’b al Ahbar, Wahb b. Minabbih und Waraka, aus dem Stamm, der Kureischiten. In Kap. II (§ 16—71, p. 13—114) werden die Autoren des Orient bis Ende des Gaonats (1040) dargestellt. Zuerst begegnen uns Ärzte, Astronomen, Astrologen und Mathematiker. Unter diesen ist hervor-