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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 366

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1905-01-01
Page
Seite 366 (sequence 1)
Language
German
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366. Besprechungen. IVL Steinschneider. Die arabische Literatur der Juden. Ein Beitrag zur Literaturgeschichte der Araber, grösstenteils aus handschriftliehen Quellen. Frankfurt a. M. J. Kauffmann 1902. LIV. u. 348 pp. u. 32 pp, Register. Das vorliegende Werk bildet einen Ruhmestitel in doppelter Hinsicht. Zunächst für den greisen Verfasser, der im 86. Lebensjahr diese Schrift hinaussenden konnte, in dem die Ergebnisse einer 60-jährigen unverdrossenen Arbeit auf diesem Gebiet, das Stein- Schneiders unbestrittene Domäne ist, für den »nachschlagenden Leser« zusammengestellt werden; aber auch für das Judentum ist das Werk ein Ehrenzeugnis. Wir sehen hieraus, wie die Juden, die wohl zuerst Lehrer der Araber waren und ihnen den Quell einer geläuterten Religion erschlossen, von den Anregungen, die sie von diesen empfingen, Gebrauch machten, und in edlem Wetteifer mit ihnen der Geschichte der Wissenschaften, und somit der Kultur im allgemeinen, unendliche Dienste geleistet haben. Nachdem die Griechen, die die Alten als Hauptvertreter von Japhets Nachkommen anzusehen gewohnt waren, von der Weltgeschichte zurückgetreten waren, und ihre mehr den Ansprüchen der Schönheit Rechnung tragende Wissenschaft von den Griechen selbst nicht mehr verbreitet wurde, waren es die mehr von einer ernsten und der »reinen Vernunft« entsprechenden Lebensauffassung geleiteten Nachkommen Sems, die nun die Ausbreitung und Erhaltung der Wissensgüter sich angelegen sein Hessen. Grosses hat hierin der semitische Geist geleistet, nicht zum mindestens durch die Bekenner des Judentums, was auch der in seinen Lehrmeinungen diesem doch so fern stehende Friedrieh Nietzsche gerade als das gewinnbringende Ergebnis des Zusammenwirkens von Juden und Arabern hingestellt hat, dem die Kulturgeschichte zu grossem Dank verpflichtet sei. Der berufenste Künder dieser Seite der jüdischen Geistestätigkeit ist nun der Altmeister unserer Wissenschaft, Moritz Steinschneider. In zahlreichen Beiträgen zur Geschichte der Mathematik und Medizin hat er den Leistungen der Juden und Araber für ihre Zeit die rechte Würdigung verschafft, und besonders seine letzten Werke über die Übersetzungstätigkeit der Juden, haben diesen einenehrenvollen Platz in der Geschichte der Wissenschaften gesichert. Das vorliegende Werk beschäftigt sich, neben der kurzen Zeit vorher erschienenen Introduction of the jews-arabish Literature, in der die Grund-

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