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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 341

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
Über Jean Bodin in seinen Beziehungen zum Judentum
Date
1905-01-01
Page
Seite 341 (sequence 27)
Language
German
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Über Jean Bodin in seinen Beziehungen zum Judentum. 341 in einem Briefe an Thomasius aus demselben Jahre begründet er das gleiche Urteil, das er noch im Jahre 1671 in einem Briefe an Anton Arnaud wiederholt* 1), damit, dass Bodin sich in diesem Buche als Feind der christlichen Religion bekannt habe und dass die Dialoge Vaninis im Vergleich damit als ein Kinderspiel zu betrachten seien2). Zu einer ganz anderen Ansicht ist Leibnitz in späterem Alter gekommen, ln seinem Todesjahre 1716 gibt er in zwei Briefen an Sebastian Korthölt und in einem an den Bibliothekar Hertel in Wolfenbüttel dem Wunsche Ausdruck, dass das Heptaplomeres, das sich, wie alle Schriften Bodins, durch grosse Gelehrsamkeit auszeichne, von einem in der Philosophie, den orientalischen Sprachen, dem Rabbinismus und den griechischen und lateinischen Kirchenvätern bewanderten Gelehrten herausgegeben und auch mit Anmerkungen begleitet werde3). Es hat lange gedauert, bis dieser Wunsch auch nur zum Teil in Erfüllung ging. Im Jahre 1841 veröffentlichte G. E. Guhrauer, von August Neander in seinem Plane bestärkt, in deutscher Sprache eine Analyse des Heptaplomeres, der er eine das Leben und die Schriften Bodins behandelnde vortreffliche Einleitung vorausschickte und den Abdruck des lateinischen Textes eines Teiles des vierten Buches folgen liess. Erst im Jahre 1857 wurde durch Ludwig Noack der ganze Text nach einer Handschrift der Giessener Bibliothek in nicht sehr sorgfältiger Weise herausgegeben4), mit überaus dürfdoctrinae quam pietatis. — Vereor, ne edatur aliquando liber hic magno publico damno. 1J Guhrauer, Seite LXXXI. 2) Leibnitii opera philosophica, ed. Erdmann, P. I, pag. 54. Et volitat per manus hominum Bodin! liber iueditus (atque utinam, ut cum Naudaeo opto, nunquam edendus), graudis certe, quem ille vocat arcana sublimium, in quo professus hostis est religionis Christianae. Vanini dialogi ludus sunt, si comparentur. 3) Guhrauer, Seite LXXXI—LXXXIII. 4) Colloquium Heptaplomeres, De rerum sublimium arcanis

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