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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 284

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 284 (sequence 13)
Language
German
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284 Geschichte der Familie Wallich. Der Name Wallich hatte damals einen guten Klang, und wer ihn trug, der war stolz darauf. Das erklärt zur Genüge, dass Menachem Manlin, der durch seine Mutter ein Verwandter dieser bedeutenden Familie war und seine Abkunft sicher hoch einschätzte, sich als einen Wallich bezeichnete, um damit jedermann anzudeuten, dass Wallichsches Blut in seinen Adern fliesse. So nannte sich auch in Worms Elieser Wallich, wahrscheinlich nach seiner Mutter, einen Luria, da auch diese Familie in sehr hohem Ansehen stand1). 1718 war Menachem Manlin Vorsteher, seit 1733 Rabbiner. Er verfasste einen Kommentar zu ברייתא דמלאכת (2המשכן, den M. Straschun in Wilna handschriftlich besessen hat. Aus Randbemerkungen in einem Manuskript geht hervor, dass er einen Bruder hatte, mit Namen Simon Wallich, dessen Sohn Isak Eisik bei ihm, seinem Oheim, studiert hat3). Hier wird auch der Name seines (Men. M.) Sohnes Isak Moses erwähnt, der als Korrektor in der Vorrede zu Mose Chabibs שמות בארץ (ed. Karlsruhe 1766) genannt wird. Er war Lehrer im Hause seines Oheims, des Vorstehers Salomon Wesel, und starb am 5. November 1769 in Koblenz, Ein zweiter Sohn Menachems war Salomon, ein berühmter Arzt in Mainz, gest. 1782. Eine mit Moses ha- Cohen (כ״ץ) verheiratete Tochter Mamel starb 1811 inMainz4). Weitere Kinder des Menachem waren nach Lewin a. a. O. Simon, gest. 1804, Michle, verheiratet mit Abraham Frank, und Röschen Lea, Frau des Loeb Deutz, gest. 1798. Der bekannteste von den Söhnen ist Salomom Wallieh in Mainz. »II fut tres estime de grand rabbin de Ma- 9 Vgl. Epstein, משםחת לוריא (Wien 1901), S. 9 ff. 2) s. Revue des etudes juives IX, p. 117, Anm. I. 3) 8. Revue des etudes juives a. a. O. 4) Löwenstein, Nathanael Weil p. 65, 66, Anm.

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