Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 285

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 285 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829787-2829791-2886105--33660-2886157
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Geschichte der Familie Wallich. 285 yence, le celebre Teble Scheier. Wallich mourut le lundi 6 du mois dljar 5540 de Tere juive, 1780 de Tere vulgaire.1) Ein Sohn des Isaak Moses oder Simon war der Arzt Emanuel Wolfgang Wallich. Er ist im. Jahre 1770 zu KobT lenz geboren. Zu Jena studierte er Medizin und erlangte daselbst als erster Israelit die Doktorwürde auf die Schrift: »Devi vestimentorum in corpus humanum« im Jahre 1783 unter dem Rektorat Karl Augusfs von Sachsen-Weimar. Die Abhandlung ist Wilhelm Hufeland und Friedrich JustinusBertuch gewidmet. Nachdem er alsdann nach Koblenz zurückgekehrt war, wurde er dort geschworener Arzt an den Tribunalen und Gefängnissen des Rhein- und Moseldepartements. Im Jahre 1805 Hess er sich in Wien als Arzt nieder. Was ihn dorthin verschlagen hat, ist unbekannt. Dort scheint er hochangesehen als Mitglied der medizinischen Fakultät und mehrerer gelehrter Gesellschaften verstorben zu sein. Im Jahre 1800 erschien von ihm in Frankfurt eine Übersetzung von Portals Werk: »Anleitung zur Einimpfung der Blattern.« Für seine zweite Schrift: »Dringendes Wort über die jetzige, gefahrvolle Kinderkrankheit, die häutige Bräune u. s. w.« (Wien 1810, 2te Aufl. 1816, 3te Auf 1. 1818) erhielt er vom russischen Kaiser einen kostbaren Diamantring. 0 Carmoly, a. a. O., siehe auch Landau, Geschichte der jüd. Ärzte, S. Nachtrag : Während des Druckes erhalte ich Kenntnis von einer Handschrift des Menachem Manlin Wallich aus Koblenz (gest 1687), die eine Vorrede von dessen Neffen Isak Eisik, einem Bruder des jüngeren Menachem Wallich und Sohne der Marnele, enthält. Daraus geht hervor, dass die Familie auch bereits in ihren früheren Generationen den Namen Wallich führte und meine Vermutung falsch war. Über die Handschrift (im Besitz des Herrn W. in Berlin) wird noch nachträglich berichtet werden. (Fortsetzung folgt).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.