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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 268

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
Beleuchtung einiger neuerer Emendationsversuche im Alten Testament
Date
1905-01-01
Page
Seite 268 (sequence 2)
Language
German
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268 Beleucht, einiger neuerer Emendationsvers. im Alten Test. jüdischen Philologen, die teils selbst ihnen zugänglich sind, teils in den letzten Jahren in ihren Ergebnissen für das philologische Verständnis des Alten Testament näher dargestellt worden sind. Besonders kommen in Betracht: Juda ibn Koreisch Risale, ed. Goldberg, Paris 1857; Jona ibn Granächs Wörterbuch, Kitab-al-Usül, ed. Neubauer, Oxford 1875, und Isaak Ibn Barün’s Kitäb-al-Muwäzanä, ed. von Kokowzoff, St. Petersburg 18931). Die Analogien der beiden erstgenannten Autoren sind teilweise schon von Gesenius im thesaurus und von Franz Delitzsch in seinen Kommentarien nicht ohne Nutzen herangezogen worden. Leider glaubt die neuere exegetische Schule dieses Hilfsmittels entraten zu können. Mit welchem Rechte jedoch dies geschieht, sollen diese Zeilen zeigen, in denen einige in Stades ZATW.Jahrg. 1903 vorgeschlagene Emendationen zurückgewiesen werden und der richtige Sinn der betreffenden Worte ermittelt werden soll. 1. ZATW. 1903, p. 15—16. Die richtige Erklärung für ואנוהו Exod. 15, 12 findet sich schon bei Juda ibn Koreisch. - In seiner Risale p. 12—18 vergleicht er es mit arab. נו ה »jemanden erheben, seiner lobend gedenken« und weist auch hin auf die arab. Wendung נו ה בדיכרה jemandes Andenken, Namen preisend hervorheben«. Darnach schliesst x) Die hebr.-arab. Sprachvergleichung des ersteren ist von mir in dieser Monatsschrift behandelt worden, Jahrg. 44, p. 486—507, die des Ibn Ganäch hat Bacher in seiner Schrift Die hebr.-arab. Sprach- Vergleichung des J. G., Wien 1884 ausführlich behandelt auf Grund des arab. Original, während die hebr. Übersetzung des Ibn Tibbon nur ein unvollkommenes Bild dieser Seite des Wurzelwörterbuches bietet. Isak ibn Barüns Leistungen sind in meiner Abhandlung: Ishäk ibn Baroun et ses comparaisons de!,hebreu avec Farabe, in REJ 1901 eingehend dargestellt worden, (auch als S.-A., Paris, Durlaeher 1901 erschienen), nachdem schon Bacher in Stades ZATW. l894kurz das Werk skizziert hatte. Wir dürfen vielleicht in einiger Zeit weitere Fragmente des Muwäzana, von Kokowzoffs bewährter Hand erwarten.

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