Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Assyriologische Studien
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 4)
- Language
- German
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260 Assyriologische Studien. בתירא נאמר בשני ונסניהם׳ ונאמר בששי ונסכי׳ה ונאמר בשביעי כמשפטם׳ .הרי ט״ם יריד מים הרי באן מייים׳ מכאן רמז לניסוך המים מן התורה Der Talmud bemüht sich für den tiefgewurzelten Brauch, dem augenscheinlich die höchste Bedeutung zugeschrieben wurde, eine Stütze רמס u. אסמכתא) in der Thorah zu sichern. Es gab aber darüber grosse Differenzen und Kontroversen. Nach den einen hätten die Propheten den feierlichen Umzug um den Altar und das Wasseropfer am Laubhüttenfeste eingeführt (Sukka IV. 55 b, 47). R. Nathan u. R. Jochanan führen den Brauch auf Moses zurück, nach anderen sei das Wasseropfer in der Thorah vorgeschrieben. Die Sadduzäer1) bekämpften diesen Brauch mit manchen anderen auf das Heftigste. Wurde doch ein Opfernder, der die Wasserlibation zu Boden und auf seine Füsse schüttete, dafür empfindlich gestraft, weil man ihn offenbar des Einverständnisses mit den Sadduzäern verdächtigte. Maimonides gibt sich alle erdenkliche Mühe, dem Gebrauch Weihe und Würde zu verleihen und sagt: ניסוך המים בהג היל׳מיט׳ ויש לו רמזים נסתרים בתורה ואותם שאינם אינם מאמינים בניסוך המים [Sadduzäer] מאמינים בתורה שבעל פה. Die geheimnisvollen Andeutungen gaben natürlich Anlass zu allen möglichen Mystificationen und abenteuerliehen Deutungen und Auslegungen (vgl. Taan. 1. divv. 1. Abschn.). Es ist von Wichtigkeit, dass an diesem Feste, an welchem nach uralter Überlieferung über das Wasser Gericht gehalten (בחג נידונין על המים), das Wasseropfer dargebracht wurde. Die Libation geschieht in höchst feierlicher Weise. Die שמחת בית השואבה trägt fremden, nichtjüdischen Charakter; die Fackeltänze, an denen sich allerdings die Vornehmsten und Frömmsten beteiligen, die Volksbelustigungen, Illuminationen scheinen doch nicht l) s. Büchler, Die Priester und der Kultus, pag. 113 ü. 203. Weiss, Tradition 1,118. Büchler, Das Synedriö'n in Jerusalem, pag. 63, Anm. 1.