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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 259

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
Assyriologische Studien
Date
1905-01-01
Page
Seite 259 (sequence 3)
Language
German
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Assyriologische Studien. 259 indem sie Israel knechtete und trotz Gottes Geheiss nicht freigab«. König gibt auch dies nicht zu und will nur für Hiob 9, 13 und 26, 12 ein Hineinspielen jener Ursagen gelten lassen, macht aber (mit Barth S. 27) darauf aufmerksam, dass hier Aussprüche ausländischer Sprecher Vorlagen und dass Volksvorstellungen und legitime Religion in Israel nicht dieselben Grössen wären. Uns ist gewiss und wird bei tieferem Studium immer gewisser, dass in der Genes, nichts von dem Kampfe mit dem Urozean oder mit Tiämat zu finden ist. Es muss aber auch konstatiert werden, dass nirgendwo, wo תהום in der HS. gebraucht wird, etwas von bab. Vorstellung durchschimmert. Man prüfe die 35 Stellen, an welchen es vorkommt und man wird nichts dergleichen entdecken können. Dies führt uns aber auf eine Stelle, welche uns zu der Vermutung Anlass gibt, dass sich im Talmud Reste, schwache, aber doch erkennbare Reste, jener Tiämat-Sage erhalten haben1). Zu der Stelle Ps. 42, 8: תהום אל תהום קורא לקול צנוריך gibt es einige recht interessante Midrasch- und Talmud-Bemerkungen, die wir uns näher ansehen wollen. B. Taan. 25 b wird gemeldet: אמר ר׳ אליעזר כשמנסכין את המים בחג תהום אומר לחברו 5 אבע מימיך! קול שני ריעים אני שומע שנאמר: תהום אל תהום קורא ונו׳, אמר רבה לדידי חזי לי ׳להאי רידיא דמי לעיגלא ופירסא שפוותיה וקיימא בין תה ו ט א תתאה;לתהומא עי לא ה. לתהומא עילאה אמר ליה: חשור מימיך לתהומיהתתאה אמר ליה י ’ .אבע מימיך Der Ursprung des »Wasseropfers« ist bekanntlich dunkel. Die Ansicht der meisten Kritiker2) geht dahin, dass die Wasserlibation am Sukkotfeste überhaupt ein Rest alter aussergesetzlicher Volkssitte sei. Dagegen spricht nun allerdings die Talmudüberlieferung (Taan. 2 b): אמר רבי יהודה בז 1-) Vgl. Daiches: Z. f. A. XXVII, .394 ff. 2) s. Stade, Geschichte des Volkes Israel I, 495. BatTdissin, Studien II, 150. 170. 180. 17;

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