Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hartwig Wessely's Todestag
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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206 Hartwig Wessely’s Todestag. התקס״ה ליצירה. Die zwei Neumondstage des Adar II waren nun in jenem Jahre Freitag den 1. und Sonnabend den 2. März. Wäre der Tod am 2. Neumondtag (= 1. Adar II) eingetroffen, würde in der Inschrift sicherlich ש״ק stehen und wohl dann auch ונקבר י למחרתו. Also ist der 1. Neumondstag (= 30. Adar I) zu nehmen. Dann wäre anscheinend עש״ק vergessen. Die Angabe ist aber doch richtig. Man muss nur beachten, dass Donnerstag abends den 2&. Februar der Neumondstag schon als eingetroffen bezeich• net werden kann, während die Bezeichnung עש״ק für diesen Zeitpunkt nicht gebräuchlich ist. Ich komme jetzt zurück auf die oben verzeichneten Daten. Das richtige — 28. Februar — aber ohne die, auch in den Zeitungsnotizen fehlende, Angabe: Abends findet sich z. B. bei Schröder-Kellinghusen, Lex. der harnburgischen Schriftsteller, Bd. VII, Hamburg 1879. S. 621 (n. 4299) und, wohl danach, bei D. Behrmann, Hamburgs Orientalisten, Hamburg 1902, S. 69 und bei Orunwald, Hamburgs deutsche Juden, Hamburg 1904, S. 65. — Selbst muss ich mich schuldig bekennen, das Datum 1. März eingeführt zu haben, in meiner kurzen Lebensschilderung W’s in Dansk biografisk Lexikon Bd. XVIII, Copenhagen 1904, S. 434; ich berechnete den Tag nach der Grabschrift, und zog nicht in Betracht, dass man Donnerstag Abend schon als ר״ח bezeichnen kann. Dass der Tod erst nach 12 Uhr in der Nacht eingetroffen wäre, wonach meine frühere Datierung genau wäre, ist nicht anzunehmen. — Das Datum 2. März — noch mit ausdrücklicher Hinzufügung von : Samstag — findet sich bei Roest in seinem Katalog (Fragment) קרית ספר, Amsterdam .1867, S. 46, N. 4. Er versteht das Epitaph אדר שני m, als ob 1. Adar II gesagt sei. Ich verweise auf meine obige Auseinander- Setzung. Häufig trifft man 3. März, teils in älteren Schriften (s. Steinschneider Cat. Bodl. S. 2717, ohne nähere Angabe)