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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 2 · p. Seite 157

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 2
Article
Die Kabbalah auf ihrem Höhepunkt und ihre Meister
Date
1905-01-01
Page
Seite 157 (sequence 29)
Language
German
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Die Kabbalah auf: ihrem Höhepunkt' und ihre: Meister. 1q7 solche Vorstellung will nicht wörtlich genommen,sein, sie dient nur zum Gleichnis für das Denken,.1 ium den. Beginn der Schöpfung, der göttlichen Ausströmung zu symbolisieren und, soweit es angeht, zu veranschaulichen. In dem derartig entstandenen Raum hat das Licht.. Gottes seinen Abglanz zurückgelassen, ist ein Strahl davon zurückgeblieben; er ist das »U r I i c hf«.(טהירו עלאה ,אור קדמון),. welches in Verbindung mit der -Schöpfungsidee, sich fast gar nicht modifiziert, aber doch zur Urluft ,(אויר קדמון) wird,, indem der unerkennbare, transzendentale Urpunkt gestaltend hervorzubrechen beginnt. Dieser Urpunkt ist der erste Buchstabe des heiligsten, schaffensmächtigen Gottesnamens des Tetragrammatons!יהוד, das Jod; sobald das Jod (י) das. Licht (אור) durchdringt, wird aus demselben die Luft (אויר) Der Urpunkt, das י (Jod) erweitert sich zur geraden Linie,, zum ו (Waw), und ■aus י (Jod) und ו (Waw) geht dann das n (He) hervor, die Fläche; doch ist all dies stets nur geistig und ideal zu verstehen. Aus dem Urlicht entwickelt sich der »Urmensch« (אדם קדמון), das Prototyp des ganzen Weltprozesses. Mit. ihm setzen die zehn Sephiroth ein, deren oberste Spitze,, die Krone (כתר), den Urmenschen darstellt, noch ganz unerkennbar und unbestimmbar. Um nun zu irgendwelcher Erkennbarkeit zu gelangen״ bedarf der »Urmensch« der Gewandung, eines Gefässes.. So geht aus ihm der »Langmütige« (אריך אנפין) hervor, d. h. die vollkommene, unbegrenzte Liebe und Güte. Aber die von dem »Langmütigen«, der uneingeschränkten Liebe hervorgerufenen Weltkomplexe bleiben ohne Bestand, sie zerfallen, bis der Langmütige sich zu »Vater und Mutte r« (אבא ואטא) differenziert, d. h. nunmehr in ein männliches und weibliches Prinzip auseinandergeht. Als. bemerkenswert muss dabei hervorgehoben werden, wie die Kabbalah dem weiblichen Prinzip die Strenge, die Unerbittlichkeit, das schonungslose Recht zuschreibt, während

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