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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 2 · p. Seite 149

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 2
Article
Die Kabbalah auf ihrem Höhepunkt und ihre Meister
Date
1905-01-01
Page
Seite 149 (sequence 21)
Language
German
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Die Kabbalah auf ihrem Höhepunkt und ihre Meister.!49 -dann alle seine Wissenschaft mitteilen und die kabbalistischen Schriften, die echten Lehren Lurjas, die er bis dahin mistrauisch gehütet, übergeben. So-harrte er auf den kommenden Mann. Wiewohl er an seinem Wohnort Damaskus wenig Anhang fand, dagegen auf allerlei Anfeindung und Gegnerschaft stiess und er mit seinen eifrigen und unaufhörlichen Busspredigten weder den gewünschten Erfolg, noch aufmerksame Zuhörer erzielte, sondern wahrscheinlich Spott und Hohn erntete, wurde er trotzdem in seiner Hoffnung nicht irre. Jedoch der Mann aus christlichen :Landen kam nicht, er aber sank am 6. Mai 1620 im Alter von 77 Jahren ins Grab. IV. Nach seinem Tode kam der Mann aus christlichen Landen, wiederum eine merkwürdige, abnorme Persönlichkeit, der Arzt Jakob ben Chajjim Zemach. Ein Maranne hatte er wahrscheinlich in Salamanka1) Medizin studiert, konnte jedoch die religiöse Heuchelei und den Glaubenszwang nicht länger tragen und flüchtete von der pyrenäischen Halbinsel hinweg. Etwa um 1619 war er nach Safet gekommen. Sechs Jahre gab er sich ununterbrochen mit unglaublichem Fleisse talmudischen Studien hin und versenkte sich daun mit ebenso grossem Eifer in die Kabbalah. Da Safet seit dem Ende des sechzehnten Jahrhunderts zu einem kabbalistischen Stapelplatz geworden und auf die Iurjanische Lehre eingeschworen war2 *), kaufte ג) Zum Schluss des דרך ע4ן חיים führt Meier Popers als Vertreterin der Mordgier—Salamanka in Spanien auf, was er wohl doch nur aus den Erzählungen Zemach’s erfahren hat. 2) Stapelplatz in dem Sinne, als Josua bin Nun die heimlich erlangte Abschrift nach Safet brachte und dort verbreitete, wie auch die Schüler: Lurjas ihre Überlieferungen öffentlich lehrten und überhaupt zu Safet der Sohar und die Kabbalah in den allgemeinen Gottesdienst auf geh omnien wurde, so dass hier die gesamte kabba- ־ listische Wissenschaft zusammenströmte. (Vgl. den zweiten Brief

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