Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1904)
- Article
- Robert von Anjou und sein Verhältnis zu einigen gelehrten Juden
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 716 (sequence 4)
- Language
- German
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- Capua 1× ep/1047865
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716 Robert v. Anjou 11. sein Verhältnis zu einigen gelehrten Juden. 3. Sehe mar ja Ikriti (der Cretenser, Grossvater des Elia del Medigo)1 * *), selbst in Rom geboren, oder nach seinem römischen Vater »der Römer« genannt, hat auf Befehl Roberfs einen hebräischen Commentar über die Bibel verfasst, an dessen Ende eine Stelle sich findet, deren Sinn nicht ganz sicher ist Schemarja bedient sich, wie es in hebr. Schriften beliebt ist, einer Stelle in Genesis 24, 7; er wünscht, dass Gott ihn auf den rechten Weg führe, »um die Tochter des Bruders seines Herrn dem Sohne des letzteren als Gattin zuzuführen«. Kann sich dies auf einen Auftrag Roberts beziehen? Mir sind die Familienverhältnisse Roberts nicht genügend bekannt, um das zu entscheiden. Quelle: Mein Artikel »Candia« in der italienischen Zeitschrift II Mose, Corfu 1879 p. 457, deutsch von Grünwald in seinem Centralblatt 1884, S. 8 ff., wo das letzte hebr. Wort לבני anstatt לבנו die Sache ganz unverständlich macht; vgl. Letteratura Ital. p. 37, Die hebr. Uebersetzungen S. 499. Vielleicht ist es hier am Orte, zu erwähnen, dass die lateinische Uebersetzung eines arabischen Werkes über Sentenzen alter Weisen nebst biographischen Notizen, abgedruckt von Renzi in Collectio Salernitana, in spanischer Übers, als Bocados de Oro ed. von Knust, auch französisch übersetzt, irrtümlich dem Arzte Roberfs, dem bekannten Johannes Procida beigelegt wird; s. Die hebr. Übers. S, 349. Ob auch diese Übersetzung von Robert veranlasst war? Von den jüdischen Übersetzern ins Latein., L. Geiger S. 364 (Monatschr. 1898, S. 262), dürften folgende drei hervorzuheben sein: 1. Johannes v. Capua, getaufter Jude (1162—78), welcher u. a. sein Directorium vitae humanae aus einer hebräischen Bearbeitung der Fabeln des Bidpai, bekannt als Kalila we-Dimna (hebr. herausg. 1J Das philosophische Werk in ms. München 464 (Geiger, Melo Chofn. S. XXIV) ist nicht von ihm, sondern ein ethisches von Nachmanides.